Samstag, 19. Mai 2018

What would have happened to Russia if a liberal had come to power there

I have not yet finished reading the book "The Putin Syndicate" by Margareta Mommsen. But already after reading the first and the beginning of the second chapter it is clear: Putin is an "artificial president" who was installed by Yeltsin, who became a strong man in Russia in the turmoil of the fall of the Soviet Union, as his successor, in order to prevent the threatening election victory of the Communists.

Putin is not a liberal, but stands for a strong state. One of his first measures was the establishment of seven administrative districts, comparable in their borders with the military districts, in order to regain control over the entire territory.

A true liberal would have acted quite differently: He would have released the numerous autonomous regions and republics into independence and would have ruled only those parts of the country which had no desire for independence from the central government.

Now it is sometimes argued that, from a liberal point of view, small political entities would generally be preferable. I'm not sure about that. From an employee's point of view, larger units can be advantageous because they will then have more opportunities to change their place of residence if they can no longer find a job there.

I just think that if a region really wants independence (and this is indeed the desire of the majority of the population in that region), then it is not liberal to fight these aspirations.

Was aus Russland geworden wäre, wenn dort ein Liberaler an die Macht gekommen wäre

Ich habe das Buch "Das Putin-Syndikat" von Margareta Mommsen noch nicht zu Ende gelesen. Aber schon nach der Lektüre des ersten und des Anfangs des zweiten Kapitels steht fest: Putin ist ein "künstlicher Präsident", der von Jelzin, der in den Wirren des Untergangs der Sowjetunion zum starken Mann in Russland geworden ist, als sein Nachfolger installiert worden ist, um den drohenden Wahlsieg der Kommunisten zu verhindern.

Putin ist kein Liberaler, sondern steht für einen starken Staat. Eine seiner ersten Maßnahmen war die Einrichtung von sieben Regierungsbezirken, in ihren Grenzen mit den Militärbezirken vergleichbar, um die Kontrolle über das gesamte Territorium zurückzugewinnen.

Ein echter Liberaler hätte ganz anders gehandelt: Er hätte die zahlreichen autonomen Regionen und Republiken in die Unabhängigkeit entlassen und Herrschaft nur über jene Landesteile ausgeübt, die keine Bestrebungen nach Unabhängigkeit von der Zentralregierung hatten.

Nun wird bisweilen argumentiert, aus liberaler Sicht wären allgemein kleine politische Einheiten zu bevorzugen. Dessen bin ich mir nicht sicher. Aus Sicht eines Arbeitnehmers können größere Einheiten von Vorteil sein, weil er dann mehr Möglichkeiten hat, seinen Wohnort zu wechseln, sollte er dort keinen Arbeitsplatz mehr finden.

Ich denke nur: Wenn eine Region tatsächlich nach Unabhängigkeit strebt (und dies tatsächlich der Wunsch der Mehrheit der Bevölkerung dieser Region ist), dann ist es nicht liberal, diese Bestrebungen zu bekämpfen.

Freitag, 18. Mai 2018

How highly gifted people don't use their potential - My case

First of all, I am not sure whether my case is representative of the whole of the highly gifted, because I have experienced in the Highly Intelligent Society that most members are different from me. They were average to bad students, often not simply out of laziness, but because they were actually struggling, and never developed the ambition I had. However, it could be that psychologists are right to say that the Highly Intelligent Society is not representative of all the highly gifted.

I come from an academic family and was able to read, write and do math even before I started school. I am sure I would have been a good student without the support of my parents, but the support gave me an additional bonus. I soon had a rock-solid knowledge of German spelling and even before I entered grammar school I had mastered almost all the material that one has to learn in mathematics in grammar school up to the Matura. As I was interested in subjects such as geography or history, but also physics or chemistry, I read a lot about these fields of knowledge and knew a lot about them even before they went through them in class. I only had to learn vocabulary occasionally or prepare for an exam, otherwise the school was very easy for me and I had a lot of free time.

What I missed: a coach who analyses my potential and draws up a career plan for me. That was blatantly lacking, and it also looked as if no one would have been interested in changing anything. My mother, as a teacher, had almost no life experience outside the school system, and my father's wealth of experience was also limited. I wanted to become a university professor, but I had no idea how to prepare for a university career and what mistakes I should avoid.

Since I had a lot of free time before I graduated from high school, I would have had plenty of time that I could have used before I graduated to prepare for the time after.

Unfortunately, due to my experience in the Highly Intelligent Society, I have the feeling that this could be an isolated case.

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Wie Hochbegabte ihr Potenzial nicht nutzen - Mein Fall

Zunächst sei gesagt, dass ich mir nicht sicher bin, ob mein Fall für die Gesamtheit der Hochbegabten repräsentativ ist, weil ich im Hochintelligenzverein die Erfahrung gemacht habe, dass die meisten Mitglieder anders sind als ich. Sie waren durchschnittliche bis schlechte Schüler, oftmals nicht einfach aus Faulheit, sondern weil sie sich tatsächlich schwer taten, und entwickelten nie den Ehrgeiz, den ich hatte. Es könnte aber sein, dass Psychologen Recht haben, die meinen, der Hochintelligenzverein sei für die Gesamtheit der Hochbegabten nicht repräsentativ.

Ich komme aus einer Akademikerfamilie und konnte schon vor Schuleintritt lesen, schreiben und rechnen. Ich bin mir sicher, dass ich auch ohne durch die Förderung durch meine Eltern ein guter Schüler gewesen wäre, aber die Förderung gab mir einen zusätzlichen Bonus. Ich verfügte bald über grundsolide Kenntnisse der deutschen Rechtschreibung und beherrschte noch vor dem Übertritt ins Gymnasium fast den gesamten Stoff, den man im Gymnasium in Mathematik bis zur Matura lernen muss. Da mich Fächer wie Geografie oder Geschichte, aber auch Physik oder Chemie interessierten, las ich viel über diese Wissensgebiete und wusste dadurch vieles schon, bevor es im Unterricht durchgenommen wurde. Ich musste lediglich gelegentlich Vokabeln lernen oder mich auf eine Prüfung vorbereiten, ansonsten war die Schule für mich mit wenig Aufwand verbunden, und ich hatte viel Freizeit.

Was mir gefehlt hat: ein Coach, der mein Potenzial analysiert und für mich einen Karriereplan entwirft. So etwas hat eklatant gefehlt, und es sah auch so aus, als ob niemand Interesse gehabt hätte, etwas daran zu ändern. Meine Mutter hatte als Lehrerin so gut wie keine Lebenserfahrung außerhalb des Schulwesens, und auch der Erfahrungsschatz meines Vaters war beschränkt. Ich wollte gerne Universitätsprofessor werden, hatte aber keine Ahnung, wie ich mich auf eine Hochschulkarriere vorbereiten könnte und welche Fehler ich vermeiden müsste.

Da ich bis zur Matura viel Freizeit hatte, hätte ich jede Menge Zeit gehabt, die ich schon vor der Matura hätte nutzen können, um mich auf die Zeit danach vorzubereiten.

Aufgrund meiner Erfahrungen im Hochintelligenzverein habe ich aber leider das Gefühl, dass es sich bei mir um einen Einzelfall handeln könnte.

Biographies - The most important is only in subordinate clauses

So I've already started reading the biographies bought today. I would like to say that: I used to read such biographies at a young age, but in my youthful naivety I always forgot to pay attention to the most important thing: What did these people live on? Indeed, these biographies are always structured in such a way that this most important of all things is hardly mentioned, at best in short subordinate clauses. Only if you read very carefully will you find that many great intellectuals have been unemployed for months (in extreme cases even for years! Konrad Lorenz, for example, lived for a long time on the income of his wife, a general practitioner) and she often had a career only by chance (Karl Popper owed his employment at London University, for example, to the commitment of Friedrich August von Hayek). Earlier I had apparently assumed that these intellectuals had been employed at university after graduation and had had a regular income all their life. There will certainly be a reason why reality is mentioned in these biographies only in subordinate clauses - the only question is: why?

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Biografien - Das Wichtigste steht nur in Nebensätzen

Ich habe also schon begonnen, die heute gekauften Biografien zu lesen. Dazu möchte ich feststellen: Ich habe solche Biografien ja schon in jungen Jahren zu lesen gepflegt; dabei habe ich aber in meiner jugendlichen Naivität immer vergessen, auf die wichtigste Sache zu achten: Wovon haben diese Leute gelebt? In der Tat sind diese Biografien immer so aufgebaut, dass diese wichtigste aller Sachen kaum erwähnt wird, allenfalls in kurzen Nebensätzen. Nur wenn man sehr aufmerksam liest, wird man feststellen, dass es bei vielen großen Intellektuellen monatelange Phasen der Erwerbslosigkeit gab (im Extremfall sogar jahrelange! Konrad Lorenz zum Beispiel lebte lange Zeit vom Einkommen seiner Frau, einer praktischen Ärztin) und sie oft nur durch Glück und Zufall Karriere gemacht haben (Karl Popper hatte seine Anstellung an der Londoner Universität zum Beispiel dem Engagement von Friedrich August von Hayek zu verdanken). Früher hatte ich offenbar angenommen, dass diese Intellektuellen nach dem Abschluss ihres Studiums eine Anstellung an der Universität bekommen und danach ihr ganzes Leben lang ein regelmäßiges Einkommen gehabt hatten. Es wird sicherlich einen Grund haben, dass die Realität in diesen Biografien nur in Nebensätzen erwähnt wird - fragt sich nur: welchen Grund?

Neuer Lesestoff

Diese Woche habe ich viele Bücher gekauft. Falls es jemanden interessiert:

  • Quantentheorie (John Polkinghorne)
  • Relativitätstheorien (Russell Stannard)
  • Eugenics (Philippa Levine)
  • Hormones (Martin Luck)
  • Wie berechenbar ist unsere Welt (Klaus Mainzer)
  • Das Putin-Syndikat - Russland im Griff der Geheimdienstler (Margareta Mommsen)
  • Der Mythos vom starken Führer - Politische Führung im 20. und 21. Jahrhundert (Archie Brown)
  • Unsere Revolution - Wir brauchen eine gerechte Gesellschaft (Bernie Sanders)
  • Triumph und Tragödie - Stalin und die Wissenschaftler (Simon Ings)
  • Sigmund Freud - Der Arzt der Moderne - Eine Biographie (Peter-André Alt)
  • Hans-Werner Sinn - Auf der Suche nach der Wahrheit - Autobiografie
  • Ein Jahrhundertdenker - Karl R. Popper und die offene Gesellschaft (Kurt Salamun)

Nun denn, ich denke, es ist klar, was ich nun tun werde: lesen!

Donnerstag, 17. Mai 2018

Ein Lob

Ich möchte im übrigen ein Lob auf unseren Bundeskanzler aussprechen: Dass er sich tatsächlich bemüht, dieses Jahr keine neuen Schulden zu machen, finde ich vorbildlich. Vielleicht hat es doch etwas gebracht, dass ich ihn damals, vor zehn Jahren, als wir einander bei einer Veranstaltung der ÖVP begegneten, darauf angesprochen habe.