Freitag, 29. September 2006

National Elections in Austria

On Sunday we're gonna have national elections in Austria... There are 7 parties that run for office in all federal states of Austria: the Austrian People's Party (ÖVP, the conservative government party), the Social Democratic Party of Austria (SPÖ, a bit less market-oriented than the ÖVP), the Freedom Party of Austria (FPÖ, right-wing), the Greens (left-liberal), the Alliance for the Future of Austria (BZÖ, founded by former members of the FPÖ who formed the government together with the ÖVP in the last few years), the Communist Party of Austria (KPÖ, the name says it) and a platform led by former SPÖ politician Hans-Peter Martin. In some states, there are also some other parties, but they have little chances.

Probably the ÖVP, SPÖ, FPÖ and Greens will enter next parliament, while the others will probably fail to pass the 4% margin which is required to gain a seat in parliament. There will also be one seat for the Liberal Forum (LiF, liberal) because they are having an alliance with the SPÖ. It's the first time that something like this has been done in Austria.

I guess the ÖVP will remain the strongest party and Wolfgang Schüssel will stay Chancellor. However, his coalition partner will change as I doubt the BZÖ will gain a seat in parliament (and if they do, it won't be enough to form a stable government). The big question is whether he will form a government with the SPÖ, Greens or FPÖ. The order of the parties I mentioned corresponds to the probability that Schüssel will form government with this respective party.

If a surprise happens and the SPÖ becomes strongest party, they'll form a government with the Greens if the number of votes suffices, or if it doesn't, then they'll try to form another great coalition with the ÖVP (like in the years 1986 to 1999).

IMHO it doesn't matter what party will be strongest since their programmes aren't too different from each other. Both parties will have to lead a government that saves money in order to comply with the EU stability criteria, so they have only limited space for additional subsidiaries anyway.

What would be important would be a reform of the educational system. Today there was an interview in "Der Standard" with Karl Aiginger, the head of the economy research institute "Wifo". He said that it's bad that there's a split of the secondary schools into "Hauptschule" and "Gymnasium" since hardly any student who attends a "Hauptschule" will take the Matura exams and study at university later on. If there was only a uniform type of school until age 14, then more people would continue studying, he thinks. Moreover, school must prepare pupils better for work-life; it focuses too much on being good and doing no harm, while it should actually motivate them to doing something and show them that work-life is competitive. I think much of his arguing is right and I'd also propose the establishment of one "Gesamtschule" for all secondary students. However, schools should have even more autonomy than now, including total freedom to choose their teaching personnel and their pupils. In this way schools with different strengths and levels could be established. "Hauptschule" teachers should be given equal rights as "Gymnasium" teachers, and in mid-term, the training of new teachers for the "Hauptschule" at the "Pädagogische Akademien" should be stopped so that all future teachers will have a decent academic qualification. That's my proposition.

Unfortunately, the ÖVP does not plan to implement any changes to the educational system, while the SPÖ (and Günther Haider, the director of the Austrian chapter of PISA, who might become next education secretary under a SPÖ-led government) has some concrete plans. So maybe it would be good to have a change in government.

Dienstag, 19. September 2006

Pirate Party

I've joined the Pirate Party of Austria. My reason for joining is: I've had the idea to make a demo using photos I found at the Internet. As these photos are copyrighted (it's allowed to view them on the web, but it's not allowed to use them in own productions), I had to abandon this plan as I could get legal problems otherwise. I support the Pirate Party hoping that these silly copyright laws which harm creativity will eventually be changed.

Sonntag, 17. September 2006

Über das Links-Rechts-Schema der Politik

Ich habe mir von einem Ex-Mitschüler, der inzwischen Politikwissenschaft studiert hat, sagen lassen, dass an der Universität die Begriffe "links" und "rechts" nicht verwendet werden, weil es keine wissenschaftlich allgemein anerkannte Definition dafür gibt. Hingegen werden diese Begriffe in den Medien tagtäglich verwendet, und ich meine, eine Definition gefunden zu haben, die mit dem allgemeinen Sprachgebrauch (der vielen intuitiv klaren Bedeutung dieser Begriffe) gut übereinstimmt.

In der politischen Mitte liegen jene Gruppierungen und Parteien, die mit der bestehenden gesellschaftlichen Ordnung und den Wertmaßstäben der Mehrheit der Bevölkerung im Einklang stehen.

Links der Mitte stehen diejenigen, welche gegen diese Ordnung und die damit verbundenen Werte opponieren.

Hingegen sind im rechten Spektrum jene Menschen angesiedelt, welche mit der bestehenden Ordnung im Prinzip einverstanden sind, aber sie noch gerne verschärfen würden.

Demnach repräsentiert in Österreich in meinen Augen die SPÖ die politische Mitte, die christdemokratische Partei ist Mitte-rechts, FPÖ und BZÖ sind deutlich rechts, während die Grünen Mitte-links und KPÖ und LiF deutlich links angesiedelt sind.

In Deutschland liegt am ehesten die FDP in der Mitte; die CDU ist Mitte-rechts und die SPD Mitte-links. Grüne, Linkspartei und NPD stehen links.

Wohlgemerkt: Die politischen Spektren sind in jeder Gesellschaft anders. Österreich ist wertkonservativer als Deutschland: Religion hat (wenn man das Land als Ganzes betrachtet) noch eine größere Bedeutung, man ist weniger tolerant gegenüber Homosexuellen und Ausländern usw. In wirtschaftlichen Fragen dürfte der Staat in Österreich eine größere Rolle spielen als in Deutschland, weil es in Österreich kaum große Privatunternehmen gibt; ich kann mich noch erinnern, dass uns in der Schule gesagt wurde, die größten Privatunternehmen Österreichs würden in Deutschland als "mittelständische Unternehmen" gelten.

In Österreich wäre wohl die deutsche CDU eine Partei der Mitte; alle anderen deutschen Parteien wären als eher links zu betrachten, mit Ausnahme der NPD, die nun auf einmal rechts stünde, weil ihre gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Vorstellungen eben viel eher den österreichischen als den deutschen Verhältnissen entsprechen.

Umgekehrt wären in Deutschland wohl alle österreichische Parteien bis auf die SPÖ und die christdemokratische Partei als links zu betrachten.

(Ergänzung, geschrieben um 15 Uhr: Es stimmt schon - es mag komisch erscheinen, wenn nach diesem Schema sowohl KPÖ als auch LiF links wären, obwohl diese beiden Parteien wirtschaftspolitisch zueinander Antipoden sind. Das kommt daher, dass eben sowohl KPÖ als auch LiF gegen das österreichische Mischsystem aus Plan- und Marktwirtschaft sind - den einen wäre wohl eine reine Planwirtschaft am liebsten, den anderen eine reine Marktwirtschaft. Eine andere Möglichkeit, Parteien auf einer Links-/Rechts-Skala einzuordnen, hätte mit der Frage zu tun, ob eine Partei eher für die Freiheit des Individuums (rechts) oder gegen die Freiheit des Individuums und für die Herrschaft des Kollektivs (links) eintritt. Freilich wäre nach dieser Skala etwa die NSDAP eine linke Partei gewesen, obwohl sie in den Medien meistens als "rechtsextrem" bezeichnet wird. So oder so wird man also auf Widersprüche stoßen. Jedenfalls stellt sich die Frage, ob eine zweidimensionale Skala, wie sie manche vorschlagen, wirklich besser wäre; man bedenke, dass Gesellschafts- und Wirtschaftspolitk miteinander untrennbar verbunden sind - Änderungen in dem einen Bereich wirken sich auch auf den anderen Bereich aus. Die realsozialistischen Gesellschaften des ehemaligen Ostblocks hatten mit dem, was manche heutzutage als "linke gesellschaftspolitische Vorstellungen" bezeichnen [etwa die Freigabe von Drogen oder die Ehe von Gleichgeschlechtlichen], herzlich wenig zu tun. Tatsächlich passen diese Dinge eher zu einer "rechten" Wirtschaftspolitik.)

Meine Typologie

Heute habe ich beim Nachdenken eine Einteilung der Menschen in vier Temperamente gefunden, die meiner Meinung nach wesentlich sinnvoller ist als die von Keirsey:

- der Intellektuelle (IN)
- der Manager (EN)
- der Handwerker (IS)
- der Schauspieler (ES)

Ich möchte nur auf das Temperament IN näher eingehen, weil ich die anderen Temperamente zu wenig kenne.

Der Intellektuelle (IN)

Der Intellektuelle ist ein Mensch, der durch rege geistige Tätigkeit gekennzeichnet ist. Charakteristisch sind ein breites Interessensspektrum und ein aktives, nicht nur passives Beschäftigen mit der Materie: Er macht sich eigene Gedanken zu Erfahrenem und Gelesenem. Oft schreibt er sie auch nieder, primär, um sie festzuhalten, und nur sekundär, um sie anderen Menschen mitzuteilen. Das Wort "Intellektueller" wird im Deutschen auch als Berufsbezeichnung verwendet; man versteht darunter Journalisten, Schriftsteller, Philosophen, Psychologen, Theologen, Geistes- und Naturwissenschaftler, aber zum Teil auch Politiker. Natürlich sind es in erster Linie Menschen dieses Typus, welche es reizt, solche Berufe zu wählen. Um ein "Intellektueller" in professionellem Sinne zu sein, braucht man nicht unbedingt eine formale Qualifikation. Gerade schriftstellerisch tätige Menschen sind nicht selten Autodidakten und haben sich ihr Wissen größtenteils unabhängig von formalen Bildungseinrichtungen durch Lesen angeeignet. Viele Intellektuelle tun sich schwer, sich für ein bestimmtes Studium bzw. für eine Berufsausbildung zu entscheiden. Oft werden mehrere Studienrichtungen ausprobiert oder parallel betrieben. Da es Intellektuellen weniger darum geht, einen konkreten Beruf zu erlernen, als Wissen zu erwerben, ist zwar die Gefahr eines Studienabbruchs nicht größer als bei anderen Persönlichkeitstypen, jedoch kann es zu einer Verzögerung kommen, weil die Neigung, sich mit über dem Prüfungsstoff hinausgehenden Themen zu beschäftigen, sehr groß ist.

Myers-Briggs-Typen: INFJ, INFP, INTJ, INTP

Mittwoch, 13. September 2006

Text analysis

EP has pointed me to an interesting site: http://textalyser.net/

There I learned about the Gunning-Fog Index, using which you can measure the level of language knowledge that is needed to understand a text.

I'm not sure if textalyser.net is good; I still have to play around with it. Yet it would be interesting what Gunning-Fog Index some well-known newspapers/magazines have - and how my medical textbooks would score.

Donnerstag, 7. September 2006

Mein Programm für Wohlstand und Lebensglück

Meine These lautet: Um Wohlstand und Lebensglück erlangen zu können, muss ein Mensch frei sein. Um frei zu sein, muss ein Mensch drei Voraussetzungen erfüllen:

1. BILDUNG
Ein freier Mensch muss gut ausgebildet sein. Dazu gehören eine gute Grundausbildung (Lesen, Schreiben, Rechnen, Handhabung der Informationstechnologie) und eine gute Berufsausbildung sowie freier Zugang zu für das berufliche Fortkommen bzw. für die Vermehrung des eigenen Kapitals relevanter Information.

2. MÖGLICHKEIT DER WIRTSCHAFTLICHEN ENTFALTUNG
Einem freien Menschen muss es möglich sein, sich in der freien Marktwirtschaft frei zu entfalten. Er muss freien und unbeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt haben, er muss seine Produkte und Dienstleistungen jedem, jederzeit und an jedem Ort anbieten können. Er muss freien Zugang zu eigenen Produktionsmitteln haben, und es muss ihm möglich sein, Kapital zu gewinnen, um es in Weiterbildung, Produktion und Forschung zu investieren.

3. BEGABUNG UND GESUNDHEIT
Ein Mensch kann nur dann frei sein, wenn er über die nötigen Begabungen verfügt. Er muss über die notwendigen kognitiven Fähigkeiten verfügen, Information richtig und effizient zu verarbeiten. Er muss auch physisch ausreichend gesund sein.

Die Legislative und Exekutive eines Staates haben die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Staatsbürger diese drei Voraussetzungen, soweit möglich, erfüllen.

Dienstag, 5. September 2006

One more evidence that parents tend to underestimate their babies

http://www.orf.at/060905-3532/index.html
Ihr Baby versteht mehr, als Sie denken
Babys nehmen sehr früh die Sprache auf.
Verbale Liebkosung und anderer Zuspruch prägen sich schon überraschend früh im Gehirn eines Babys ein.
Kleinkinder nehmen bereits im Alter von drei Monaten kurze Sätze auf und speichern sie in der als Broca-Zentrum bekannten Sprachregion im Hirn ab, wie ein französisches Forscherteam jetzt nachgewiesen hat.
Der Untersuchung zufolge ist bei Babys ein ganzer Komplex von Hirnregionen in die Sprachwahrnehmung eingebunden. Die Forscher berichten darüber in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften ("PNAS").
Erhöhte Blutzufuhr
Wird der Wortlaut immer und immer wiederholt, so ist besonders das Broca-Zentrum angesprochen und reagiert mit erhöhter Blutzufuhr. Von diesem Zentrum war bisher nur bekannt, dass es bei Erwachsenen für Grammatik und die Formulierung von Sprache verantwortlich ist.
Hirn ist schon gut organisiert
Die Forscher um Ghislaine Dehaine-Lambertz vom Institut National de la Sante in Orsay schließen daraus, dass das Hirn eines Babys schon in den ersten Lebensmonaten in hohem Maße organisiert und für Sprache empfänglich ist.
Den Untersuchungen zufolge sind Babys schon sehr viel früher als bisher angenommen in der Lage, Sprache in ihrer unmittelbaren Umgebung wahrzunehmen und Schritt für Schritt in verschiedenen Hirnregionen zu verarbeiten.
Hirn rasch nach der Geburt entwickelt
Die Tatsache, dass das Broca-Zentrum eine wichtige Rolle bei diesem Prozess spielt, zeigt nach Darstellung der Forscher, dass das kleinkindliche Hirn schon bald nach der Geburt eine hoch ausgebildete, komplexe Struktur besitzt, die Babys ermöglicht, lange vor den ersten eigenen Lauten die Sprache ihrer Eltern zu erlernen.
Very interesting and important. Parents ought to consider this and talk to their children correctly right from the beginning on.

Don't underestimate kids!