Freitag, 27. Oktober 2006

Wahlrechtsreform

Von den Überlegungen, ein Mehrheitswahlrecht einzuführen, wie sie etwa in http://derstandard.at/?url=/?id=2638464 geäußert wurden, halte ich nichts, aber auch gar nichts. Die Proponenten dieses Systems vergessen ganz darauf, dass die Verfassung eine "Gewaltenteilung" vorsieht. Das heißt, dass Exekutive und Legislative zwei verschiedene Gewalten sind. Warum muss die Regierung unbedingt die Mehrheit im Parlament haben? Das bedeutet doch nur, dass Exekutive und Legislative praktisch in einer Hand sind, was dem Geist der Verfassung widerspricht! Andererseits ist das Wählen von Listen mit der Vier-Prozent-Hürde zu überdenken; ein Personenwahlrecht, das auch Außenseitern Chancen gäbe, wäre begrüßenswert.

Old-Asian fighting movies

I watched "Hero", a Chinese Wuxia movie, on TV today. Last week the same channel presented "Zatoichi", a Japanese sword-fighting movie. I guess the channel will continue broadcasting films in this style. They're very interesting since they depict the Asian culture of former centuries. Much of the way people in these films think seems strange to me. But this has made me come to the conclusion that human existence is simply not exactly only what we've been told from our parents and the older people in our community. Human beings are wild animals, and only law and tradition made them peaceful. These films from Medieval China and Old Japan show what people are like if the ethical and judical systems are still less developed. The two assassins' decisions not to kill the Emporer in "Hero" when they had the opportunity to showed the power of intuition - "Calligraphy has taught me", one of them said. The king's dismayed approval of the people's wishing to kill the second assassin is equally uncommon for the modern Westerner.

I've learned that martial arts have simply evolved from experience at how to tackle opponents' attacks. It's interesting that in the old Asian communities a lot of men seemed to master them. Fights and duels might have occurred rather often.

The extreme violence in Zatoichi has reminded me of the video game "Mortal Kombat". Obviously a lot of computer effects have been added, since blood is sparkling in a way one hardly sees in other movies. "Hero" features a lot of unrealistic movements - the battlers often seem to fly. This makes it appear like poetry in some way.

Anyhow, the unusual brutality of these films has been shocking.

Wahlrechtsreform

Von den Überlegungen, ein Mehrheitswahlrecht einzuführen, wie sie etwa in http://derstandard.at/?url=/?id=2638464 geäußert wurden, halte ich nichts, aber auch gar nichts. Die Proponenten dieses Systems vergessen ganz darauf, dass die Verfassung eine "Gewaltenteilung" vorsieht. Das heißt, dass Exekutive und Legislative zwei verschiedene Gewalten sind. Warum muss die Regierung unbedingt die Mehrheit im Parlament haben? Das bedeutet doch nur, dass Exekutive und Legislative praktisch in einer Hand sind, was dem Geist der Verfassung widerspricht! Andererseits ist das Wählen von Listen mit der Vier-Prozent-Hürde zu überdenken; ein Personenwahlrecht, das auch Außenseitern Chancen gäbe, wäre begrüßenswert.

Donnerstag, 26. Oktober 2006

Cool quote!

An intellectual is a person who has discovered something more interesting than sex.
- Aldous Huxley

I'll add this one to my list of favourite quotes.

Ideas for a Strategy Role-Playing Game

I've added some of my ideas (there are many more lying around on my harddisk) concerning a strategy role-playing game of the kind of Shining Force to my homepage. If I'm really bored, I'll perhaps try to implement the game, but currently this isn't the case.

BTW, I've already coded a 64b intro for our competition myself. Due to optimization, it's only 59 bytes in fact. I guess the winner of the compo will be somebody who has the idea to try to implement an interesting algorithm in just 64 bytes and succeeds at this enterprise.

Mittwoch, 25. Oktober 2006

Austria 06

Today the Austria 06 award ceremony was broadcast on TV. In the category "research", mathematician and game theorist Karl Sigmund of Vienna University was awarded the prize. That's interesting! I'd have expected the Med-Austron guy to get the prize, as it's related to medical research, but apparently, even basic, pure theoretical research with no obvious practical application is also something many Austrians consider prizeworthy. (The prize winner was chosen based on public voting.) Interesting.

The main editor of "Die Presse" (the newspaper that hosted the ceremony) behaved in such an unlikeable manner when awarding the humanitarian prize that I decided to stop reading that paper.

64b Hugi Xmas Compo

The 64b intro competition has now been launched, the deadline is December 24th, 2006. Let's see how much sucess it will be!

http://www.hugi.scene.org/compo/

Montag, 23. Oktober 2006

Hugi @ Wikipedia

The Wikipedia page about Hugi is getting better, but there's still a lot that hasn't been mentioned yet. Anybody please feel free to make (serious, constructive) suggestions.

http://en.wikipedia.org/wiki/Hugi

Sonntag, 22. Oktober 2006

Diskmag-related article at digitalcraft.org

I've found an article on diskmags at digitalcraft.org in which Hugi is mentioned (including two screenshots from Hugi). The article is from the year 2002. Apparently it was written on the occasion of some demoscene exhibition in Germany. Judging from the contents of this article and similar articles, it seems like they've done their job well (i.e. they've read my writings about the scene before writing their own articles; some of the main points have reminded me of the opinions I used to present). So, good thing. I've put the article onto my homepage:

http://www.hugi.scene.org/adok/articles/hugrez10.htm

Samstag, 21. Oktober 2006

Average IQ of the world

Falls es jemanden interessiert:

Ich habe jetzt die Zahlen von www.rlynn.co.uk (Table 4) und die Einwohnerzahlen aus der Wikipedia (Liste unabhängiger Staaten nach Einwohnerzahl) genommen und in einer Excel-Tabelle gespeichert. Dann habe ich berechnet, wie hoch der durchschnittliche IQ der Bevölkerung der Erde ist.

Das Ergebnis ist, aufgerundet: 89.

Dieser Wert ist wie folgt zu verstehen:
Der Durchschnitts-IQ eines Briten wurde willkürlich mit 100 festgelegt. Nun wurde gemessen, wie viele Punkte die Briten im Durchschnitt in einem bestimmten Test erzielten. Die Ergebnisse der anderen Ländern in demselben Test wurden damit verglichen.

Eigentlich könnte man jetzt, da der Durchschnitt der Welt bekannt ist, die Tabelle neu eichen. Setzt man den Durchschnitt auf 100, so ergibt das etwa einen Durchschnitts-IQ von 111 für Briten, von 113 für Österreicher, von 116 für Japaner und 109 für US-Amerikaner. Das im Durchschnitt dümmste Volk, das Volk der Äquatorial-Guineer, käme dann auf einen Durchschnitts-IQ von 70.

Um Mitglied von Mensa Österreich zu werden, bräuchte man folglich einen "Welt-IQ" von mindestens ca. 143. Dieser Wert wird von weniger als 0,5 % der Weltbevölkerung erreicht, also von ca. 32,5 Millionen Menschen.

Freitag, 20. Oktober 2006

Spielekonsolen

Ich kann rational nicht nachvollziehen, warum in der heutigen Zeit, wo doch eh schon in fast jedem Haushalt ein PC herumsteht, Spielekonsolen noch immer kommerziell so erfolgreich sind (vor allem die Konsolen von Microsoft, welche, technisch gesehen, einem PC sehr ähnlich sind). Kostet Geld, nimmt Platz weg - dabei gibt's doch auch für den PC so viele Spiele, plus Emulatoren! Vielleicht kann mir jemand sagen, was ich übersehen habe?

Prüfung bestanden

Heute hatte ich den Abschlusstest des Augenheilkunde-Praktikums. Alle Studierenden haben diesen Test bestanden. War ja auch ein Witz. Ich habe bei mehr als der Hälfte der Fragen geraten, aber die Antwort war in den meisten Fällen offensichtlich (mit ein bisschen Denken konnte man draufkommen).

Es stimmt schon: Spitzenleistungen in Studium/Schule haben nichts mit hoher Intelligenz, sondern nur mit der Einstellung zum Lernen zu tun. Spitzenleistungen erbringen diejenigen, welche sich wirklich dahintersetzen und alles gründlich Wort für Wort lernen, so dass sie auch Fragen treffsicher beantworten können, wo man nicht durch ein bisschen Nachdenken die richtige Antwort mit hoher Wahrscheinlichkeit erraten kann.

Aber mit der Lebenstauglichkeit bzw. mit dem Potenzial, im Beruf außergewöhnliche Leistungen zu erbringen, hat das nichts zu tun.

ÖVP/BZÖ-Minderheitsregierung?

diepresse.com: "BZÖ-Gründer Jörg Haider glaubt nicht daran, dass es eine Großen Koalition geben wird. Die 'gestärkte Mitte-Rechts-Mehrheit' ermögliche andere Konstellationen."

Da sich die FPÖ gegen eine Koalition ÖVP/BZÖ/FPÖ wehrt, sehe ich noch eine nahe liegende Möglichkeit: eine Minderheitsregierung ÖVP/BZÖ. Sie müsste sich dann für jedes Gesetz Mehrheiten suchen. Da FPÖ und BZÖ einander ähnlich sind, halte ich es für nicht unwahrscheinlich, dass die FPÖ vielen Gesetzesvorlagen einer ÖVP/BZÖ-Koalition zustimmen würde.

Das Budget muss, so oder so, mit einer Zweidrittelmehrheit beschlossen werden. Dafür mussten bisher stets Mehrheiten jenseits der Regierungskoalition gesucht werden. Warum also nicht auch für einfache Gesetze?

Eine Minderheitsregierung hätte auch den großen Vorteil, dass damit die in der Verfassung vorgesehene Gewaltenteilung (Exekutive - Legislative) realisiert würde, was ja derzeit de facto nicht der Fall ist.

Spielekonsolen

Ich kann rational nicht nachvollziehen, warum in der heutigen Zeit, wo doch eh schon in fast jedem Haushalt ein PC herumsteht, Spielekonsolen noch immer kommerziell so erfolgreich sind (vor allem die Konsolen von Microsoft, welche, technisch gesehen, einem PC sehr ähnlich sind). Kostet Geld, nimmt Platz weg - dabei gibt's doch auch für den PC so viele Spiele, plus Emulatoren! Vielleicht kann mir jemand sagen, was ich übersehen habe?

Donnerstag, 19. Oktober 2006

Two new articles "About Me"

The "About Me" section contains two new articles. I'll remove some of the older ones sooner or later.

The new articles give a more realistic picture of me. While I used to talk mostly about my school-performance and Hugi in the older texts, these ones really show what kind of person I am. This especially goes for the one which I wrote today ("My Development"). It's very honest, devoid of the subliminal bias that used to be in my writings about myself.

It reflects my change of attitude back from "following the pattern of what a gifted student has to be like" to "displaying and developing my individual personality".

Mittwoch, 18. Oktober 2006

"Bildungsbürgertum"

http://de.wikipedia.org/wiki/Bildungsb%C3%BCrgertum

Oh well, this describes me so much. I spent many years of my life growing into this class. Maybe it's time now to start learning to respect other lifestyles, too.

Ophthalmology

They showed us a vitrectomy video today. This made me wonder how people can really go so far as allow other people to performs operations like this one on them! It looks so disturbing how cuts are made into the eye etc... I know medical students and doctors too well. I wouldn't trust them. I guess most people are simply naive - but maybe that's good for them, and for the doctors...

Dienstag, 17. Oktober 2006

10 Politische Richtungen

Also gut, noch einer - http://www.hugi.scene.org/adok/ideas/parteien.htm.

Links/Mitte/Rechts ist eigentlich intuitiv ganz leicht aufzufassen: Parteien der Mitte geben sich mit den aktuellen Machtverhältnissen zufrieden; die Linken wollen die bisher Ohmächtigen an die Macht hieven; die Rechten hingegen möchten die Machtposition der bisher tendenziell Begünstigten noch mehr stärken.

Nur in einer tendenziell eher egalitären und liberalen Gesellschaft wie der unseren verschwimmen die Grenzen zwischen Links und Rechts, wodurch diese Termini zunehmend irrelevant werden.

Homeschooling

de.liberty.li features a very interesting (German) article about homeschooling (http://de.liberty.li/?id=3488&t=Homeschooling+in+Deutschland). I believe that if the parents take their parenthood seriously, homeschooling (sometimes also called unschooling) may be far better (more efficient and more effective) than regular schooling since the individual interests, strengths and weaknesses of the child can be perfectly considered. My parents also taught me a lot at home when I was at elementary school age (and also before that). I think I profited from it more than what I profited from school. School was mostly just an evaluation/testing institution for me.

Montag, 16. Oktober 2006

Halbbildungsminister

Die Zeitung "Heute" titelt: "Schwenk der ÖVP zu Blau-Orange - wird Westi Bildungsminister?" Ich frage mich, wer diese Spekulation angestellt hat... Wenn Peter Westenthaler in einer künftigen Bundesregierung die Bildungsagenden übernimmt, wird man das Ministerium in "Halbbildungsministerium" umbenennen müssen.

Sonntag, 15. Oktober 2006

60 Politische Begriffe und meine Persönlichen Definitionen

Ich habe den heutigen Tag damit verbracht, mein eigenes, kleines "Politisches Lexikon" zu verfassen. Ihr findet das Dokument auf meiner Homepage, genauer:

http://www.hugi.scene.org/adok/ideas/politische_begriffe.htm

Freitag, 13. Oktober 2006

Intelligenz und Schönheit hängen eng zusammen

In der heutigen Ausgabe der Frauenzeitschrift "Woman" findet sich ein Artikel über einige meiner Freundinnen aus der Mensa Österreich. Insgesamt sehr sympathisch und ohne Unter- oder Übertreibungen geschrieben, könnte dieser Artikel wohl dazu beitragen, dass sich in der Bevölkerung über kurz oder lang die Ansicht durchsetzen wird, Intelligenz und Schönheit stehen miteinander in Korrelation.

http://members.a1.net/mensawien/woman21-06.pdf

Montag, 9. Oktober 2006

Zur Nordkorea-Krise

Die nordkoreanische Führung versucht, sich mit allen Mitteln an die Macht zu klammern. Wahrscheinlich haben Kim Jong-Il und Konsorten Angst, dass sie vor ein Gericht gestellt und bestraft werden könnten, wenn es zu einer friedlichen Wiedervereinigung mit Südkorea käme. Daher mein Vorschlag: Südkorea soll die nordkoreanische Führung zum Abdanken auffordern, die Wiedervereinigung anbieten und eine Amnestie in Aussicht stellen.

Wenn die nordkoreanische Führung dieses Angebot ablehnt, halte ich ein gemeinsames militärisches Vorgehen Südkoreas und der USA (sowie eventuell Japans) für sinnvoll. Man darf ja nicht vergessen, dass es dem nordkoreanische Volk wegen des sozialistischen Wirtschaftssystems schlecht geht, während das kapitalistische Südkorea ein wohlhabendes Land geworden ist. Eine Wiedervereinigung Koreas würde dem Lebensstandard der nordkoreanischen Bevölkerung sicherlich mittel- bis langfristig zu Gute kommen.

Kognition und Studium

Während der heutigen Vorlesung habe ich über den Zusammenhang zwischen kognitiven Fähigkeiten und Erfolg im Studium nachgedacht. Um bei einer Vorlesung gut mitzukommen, ist gewiss ein bestimmtes (je nach Vortragsstil und Inhalt unterschiedliches) Maß an kognitiven Fähigkeiten erforderlich. Aber es kann auch sein, dass man "wegpennt" und an Anderes denkt. Das hat nicht nur mit Müdigkeit zu tun, sondern auch mit den Dingen, mit denen man sich vorher gedanklich beschäftigt hat. Vielleicht ist es ein Fehler mancher Vortragenden zu glauben, jeder würde mitdenken.

Man merkt sich aus einer Vorlesung vieles, wenn man gut mitgekommen ist. Alles wird man sich wahrscheinlich aber nicht merken. Lücken wird man dort haben, wo man nicht aufgepasst hat. Zudem kann es sein, dass manchmal auf den Folien Dinge gezeigt werden, die im Vortrag selbst nicht gebracht wurden. Wenn man versucht, sich beides zu merken, wird man also an mehrere Dinge gleichzeitig denken müssen. Worauf das Hauptaugenmerk liegt, ist manchmal nicht klar.

Die Lücken wird man schwerlich füllen können, es sei denn, man hat die Vorlesung aufgenommen. Denn Mitschriften werden genauso lückenhaft sein. Ich persönlich schreibe nie in Vorlesungen mit. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man manchmal weniger gut mitkommt, wenn man mitschreiben muss - besonders, wenn auch Folien gezeigt werden. Es gibt Leute, die versuchen, alles mechanisch niederzuschreiben, anstatt mitzudenken, und die Mitschriften dann zu Hause zu lernen. Wenn man langsam im Denken ist, mag das wohl die bessere Alternative zum Zuhören und Mitdenken sein. Für mich würde diese Vorgangsweise nur einen unnötigen Zeit- und Arbeitsaufwand darstellen.

Eine Schwierigkeit im Studium besteht darin, dass der Prüfungsstoff manchmal nicht durch die Vorlesungen abgedeckt wird, obwohl eigentlich nur das geprüft werden sollte, was in der Vorlesung gebracht wurde. Das liegt zum Teil daran, dass Prüfer und Vortragende oft verschiedene Personen sind. Das bedeutet: Es kommt nicht nur auf kognitive Fähigkeiten an (kann man dem Vortrag gut folgen?), sondern man muss sich auch dann, wenn man sich alles aus der Vorlesung gemerkt hat, zu Hause hinsetzen und büffeln. Sonst riskiert man, dass man Lücken haben könnte, die einem bei der Prüfung zum Verhängnis werden könnten.

Um lernen zu können, muss ein gewisses Interesse vorhanden sein. Ich glaube, wenn einem etwas überhaupt nicht interessierte, dann könnte man es schlicht gar nicht lernen. Interesse ist nicht binär, sondern es gibt Graduierungen: Manches interessiert einen mehr, anderes weniger. Dementsprechend merkt man sich das eine sofort und das andere erst nach oftmaligem Wiederholen. Problematisch ist, wenn der Stoff einer Prüfung den Studierenden wenig interessiert.

Angeblich weiß man noch nicht, wie der Mensch denkt. Aber es gibt Modelle hierfür. Ich weiß nur, dass ich mich in einem gewissen Rahmen an der Uhrzeit orientiere. Zum Teil habe ich ein Zeitgefühl, aber mehr noch orientiere ich mich an Analog- und Digitaluhren in meiner Umgebung sowie am Grad der Helligkeit draußen. Ich habe einen Terminkalender, in dem steht, zu welchen Uhrzeiten ich an einem bestimmten Ort sein muss. Ansonsten dominiert bei mir das abstrakte Denken. Es scheint einen "Denkfluss" zu geben. Als ich nach der Vorlesung den Raum verließ, dachte ich mir: In erster Linie hat man Pläne - man weiß ungefähr, was man im Laufe des Tages noch alles tun will. In der Zwischenzeit beschäftigt man sich mit den Dingen, die einen interessieren. Von Zeit zu Zeit wird man abgelenkt, weil bestimmte Dinge die Aufmerksamkeit erregen. Der Mensch scheint oft auf der Suche nach Input zu sein. Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe: Der Mensch ist einem Rechner nicht unähnlich. Ich erinnere mich, irgend welche Sachen gesehen zu haben, die mich dazu brachten, darüber nachzudenken. Gleichzeitig begab ich mich aufs Klo. Dann stellte ich mir die Frage: Woran denkt ein Mensch, wenn er nichts Konkretes hat, worüber er nachdenken kann? Worüber denke ich gerade? Ach ja - da fiel es mir ein, dass ich ja gerade über den menschlichen Denkvorgang nachgedacht hatte. Anscheinend war diese Information noch im Kurzzeitspeicher enthalten. Ob es wohl einen Stack gibt, in welchem die "Denk-Tasks" abgelegt werden? Aber offensichtlich kann man - oder zumindest ich - gleichzeitig an der Durchführung von Plänen und am Nachdenken über bestimmte Dinge arbeiten. Das ist echtes Multitasking, nicht Nacheinanderausführen von einzelnen Prozessen. Und erst nach dieser Erkenntnis wurde mir bewusst, dass ich nebenbei die Melodie eines Liedes im Kopf hatte...

Lehrbücher sind oft enzyklopädischen Charakters. Der oftmals stark komprimierte, mit Fakten durchsetzte Stil ist ein Armutszeugnis, denn das Lernen wird dadurch nicht leicht gemacht. Am wenigsten mag ich Stichwortlisten. Denn diese müssen Wort für Wort beherrscht werden - da gibt es nichts zum Auslassen. Und zum Nachdenken regen sie auch nicht wirklich an. Da geht relativ viel Zeit drauf. Ich glaube, die Evolution der Lehrbücher sei erst am Anfang. Das Problem ist, dass sie von Leuten geschrieben werden, die sich bereits relativ gut mit der Materie auskennen und nicht mehr im Lernprozess stehen. Man muss versuchen sich in das Denken des Lernenden hineinzuversetzen und das Lehrbuch diesen Denkprozess entsprechend gestalten. Das ist sicherlich nur mit Einschränkungen möglich, weil verschiedene Menschen abhängig von ihren Interessen und ihrem Vorwissen ja unterschiedlich denken. Prinzipiell stellt sich jedoch die Frage: Muss es unbedingt soviel Text sein? Bzw. Text und lose Abbildungen? Warum nicht Flussdiagramme miteinbinden? Und vom Stil her versuchen, sich einem Roman anzunähern?

Als ich mit dem Studium begann, war es 2001. Das war auch das Jahr, in dem Wikipedia ins Netz ging. Damals war die Seite noch klein und weitgehend unbekannt, viele Artikel waren noch nicht geschrieben worden. Das mag wohl Grund sein, warum ich am Anfang meines Studiums noch nicht davon Gebrauch machte. Aber wenn ich mein Studium jetzt begänne, wäre das wohl anders. Der Stil ist meistens relativ gut, und man findet vieles darin.

Ich glaube sogar: Wenn jemand mit Internet und Online-Enzyklopädien wie Wikipedia "aufwächst", dann wird er auch eine etwas andere Einstellung zum Studieren haben, als es viele bisher haben. Denn er wird schon vor dem Studium in der Lage sein, ohne Umstände auf aktuelles und fundiertes Wissen zuzugreifen. Möglicherweise wird das Allgemeinwissen der Menschen jüngerer Generationen größer sein als das der Angehörigen älterer Generationen, als diese in deren Alter waren. Dann wird das Studium vielleicht noch mehr als Berufsvor- bzw. -ausbildung denn als reiner Wissenserwerb gelten (wobei freilich schon jetzt nur wenige rein aus Interesse an der Wissenschaft studieren, und das wird auch in der Vergangenheit nicht anders gewesen sein).

Sonntag, 8. Oktober 2006

Happy birthday to me

I'm 23 now - what an old fart. The day has arrived without me noticing it much. 23 is the number of the Illuminatus, maybe this has some significance. I feel much happier than a year ago! And yes, I know I'm a boring chap.

Just finished my first issue of Mensa Magazine today. Now I don't know what the next steps for me to do will be, but I guess people will tell me what I gotta do in order to get it printed. 76 pages, something like 300 k of text - not bad for 1 month of collecting articles...

Freitag, 6. Oktober 2006

Rechtskoalition

Spannend finde ich die Frage, wer welchen Posten bekäme, sollten ÖVP, FPÖ und BZÖ eine Koalition bilden. Der Bundeskanzler würde natürlich der ÖVP gehören. Von FPÖ und BZÖ müssten zumindest die Spitzenleute Spitzenfunktionen bekommen. Vielleicht würde dann Westenthaler Innenminister werden und sich damit einen Wunsch erfüllen, den er bereits im Wahlkampf geäußert hat? Dann würde wohl Strache Vizekanzler werden und vielleicht zusätzlich noch ein Ressort bekommen (fragt sich nur, welches - vielleicht Sport, wie einst Riess-Passer). Die große Frage: Wer würde Bundeskanzler? Die FPÖ will ja nicht mit Schüssel, also würde es da wohl ein Sesselrücken geben. Als mögliche Nachfolger Schüssels an der ÖVP-Parteispitze werden ja derzeit in den Medien Molterer, J. Pröll und Plassnik genannt. Pröll ist in der TV-Konfrontation gegen Strache angetreten, da ist es zwar nicht ausgeschlossen, dass er Kanzler und Strache Vizekanzler wird, aber vielleicht würde man sich aufgrund dieser Umstände doch eher für einen der beiden anderen Kandidaten entscheiden.

Da in den Medien von einer "Rechtsregierung" die Rede ist, habe ich mir überlegt, welche Personen wohl die jeweils am schärfsten rechts stehenden "ihres" Faches wären. Ob wohl etwa Ewald Stadler daran interessiert wäre, das Justiz- oder das Verteidigungsministerium zu übernehmen? Andreas Mölzer war ja Kulturreferent in Kärnten, vielleicht wäre er am Bildungsministerium interessiert.

Donnerstag, 5. Oktober 2006

Wow! Video Games soon to become part of the British school curriculum?

In the Austrian newspaper "Die Presse", I found an article according to which a survey by the British education ministry has led to the conclusion that making video games such as Tomb Raider, Sonic the Hedgehog and Super Mario part of the curriculum would be a good idea in order to boost pupils' "thinking and problem solving" skills. (http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=h&ressort=hc&id=590398)

This is quite a contradiction to earlier (Japanese) surveys according to which video games may be bad for the cognitive development (I wrote an article about this back in 2002). On the other hand, I played a lot of video games during my elementary school years myself, and I was a very good student - maybe my success at school was partly due to these games since thanks to video games, I've had a lot of fun and enjoyed life, and so I didn't lose motivation to study!

Apparently it took my generation to grow up to an age at which some of us can enter government institutions to acknowledge the value of video games.

Mittwoch, 4. Oktober 2006

Schule abschaffen?

In der heutigen Ausgabe der Gratis-Tageszeitung "Heute" fand ich folgenden Leserbrief:
Die alte Regierung wurde abgewählt, und die SPÖ hat gewonnen. Jetzt können alle zufrieden sein, oder etwa nicht? Ausstieg aus dem Eurofighter-Kauf, auch wenn Österreich Strafe zahlen muss. Abschaffung des Sitzenbleibens in der Schule. Hier stellt sich die Frage, warum nicht die Schule als Ganzes abgeschafft wird. Denn wer gibt sich noch Mühe, wenn es egal ist, ob er einen Fünfer hat oder nicht?
Gute Frage! Dazu sage ich: Ich bin gut durch die Schule gekommen, ohne mich allzu sehr anzustrengen - ich merkte mir immer sehr viel vom Unterricht, und da ich in meiner Freizeit relativ viel las, wusste ich vieles schon längst, bevor es in der Schule gebracht wurde. Niemals bin ich auch nur in die Nähe eines Fünfers gekommen! Ich habe mich nicht "bemüht", meine Schulaufgaben ordentlich zu machen, ich habe sie einfach gemacht. Also glaube ich, dass es für Leute meines Schlages keinen Unterschied macht, ob man in der Schule durchfallen kann oder nicht.

Nach der Logik dieses Leserbriefschreibers sollte man also die Schule für Leute wie mich "als Ganzes abschaffen". Nun ja, viele Nachteile hätte es mir vermutlich ohnehin nicht beschert, denn das Wichtigste haben meine Eltern oder ich selbst mir beigebracht, und das meiste Fachwissen habe ich mir angelesen.

Summa summarum: Schule abschaffen - warum nicht?

Neue Sozial-Demokratische Partei Österreichs

Die Wahlen sind geschlagen, die SPÖ hat gewonnen. Inspiriert von diesem Wahlerfolg einer Partei, die sich der "sozialen Gerechtigkeit" verpflichtet fühlt und "Wohlstand muss gerecht verteilt werden!" fordert, habe ich beschlossen, eine eigene Partei nach ähnlichem Strickmuster zu gründen:

die Neue Sozial-Demokratische Partei Österreichs (NSDPÖ).

Ich habe auch schon eine Parteihymne gedichtet. Sie ist zur Melodie des Deutschlandslieds zu singen. Der Text lautet wie folgt:

"Gleichheit, Arbeit, Solidarität, das ist unser Wahlprogramm!
Dafür lasst uns alle kämpfen, das gilt auch fürs frömmste Lamm!
Öst'reich, Österreich, rotes Österreich, du bist das Prachtexemplar!
Dafür kämpfen wir fest entschlossen, ja, das machen wir fürwahr."

Vor längerer Zeit habe ich auch ein anderes Lied gedichtet, welches eventuell als ergänzende Strophe geeignet sein dürfte. Die passende Melodie herauszusuchen, überlasse ich der geneigten Leserschaft; reifere Semester werden sie sich vielleicht ohne Probleme sehr bald in Erinnerung rufen.

"Die Hände hoch
Die Hosen weit hinunter
SJ verarscht
Hoch zu Ross
Und wenn die Welt
bis morgen nicht zusammenfällt,
dann machen wir
es wie die Lemminge!"

Wohlan, es lebe die NSDPÖ! Möge sie dem Land Ruhm, Ehre und Wohlstand bescheren.

Jörg Haider - Verlierer und Gewinner zugleich

Wie Thomas Maurer in einem vor der Wahl veröffentlichten Kommentar richtig festgestellt hat, ist Jörg Haider einer der großen Verlierer dieses Wahlsonntags. Denn HC Strache hat gezeigt, dass es nicht der Person Haiders bedarf, um ein gutes Ergebnis für die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) einzufahren. Gegenüber der Nationalratswahl 2002 konnte die FPÖ trotz der Abspaltung des Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) leichte Gewinne von etwa einem Prozent der Wählerstimmen verbuchen - ganz ohne Dr. Haider, welcher diesmal für das BZÖ trommelte. Die Konklusion: Nicht das "außergewöhnliche Talent" Jörg Haiders, wie Thomas Maurer schrieb, sondern ganz einfach die platten ausländer- und EU-kritischen Parolen, die dieser zu bringen pflegte, sind am Erfolg der FPÖ schuld. Mit ähnlichen Parolen gelingt es auch einem "von Charisma und Begabung unbelasteten" HC Strache, das für diese Politik empfängliche Wählerpublikum anzusprechen.

Andererseits ist Jörg Haider aber auch Gewinner der Nationalratswahl 2006. Denn sieht man sich die Ergebnisse der einzelnen Bundesländer an, so stellt man (mit Erstaunen?) fest, dass das BZÖ in keinem einzigen Bundesland die Vier-Prozent-Marke zum Einzug in den Nationalrat überschritten hätte. Wirklich in keinem einzigen Bundesland? Nein, denn in einem kleinen, aber widerspenstigen Bundesland im äußersten Süden Österreichs hat das BZÖ beinahe ein Viertel der Stimmen bekommen. Die Rede ist natürlich vom Bundesland Kärnten, dessen Landeshauptmann Jörg Haider seit 1998 (wieder) ist. Somit sind die nach den Ergebnissen dieses Wahlsonntags guten Aussichten, dass das BZÖ den Einzug in den Nationalrat schafft, wohl hauptsächlich der Person Jörg Haider zuzuschreiben, der in Kärnten mit seiner Truppe ja eine Art "Separatwahlkampf" geführt hat. Wurde andernorts Peter Westenthaler mit dem lausigen Slogan "Mut gewinnt!" plakatiert, sah man in Kärnten Plakate mit Jörg Haider und Getreuen in volkstümlichem Gewande, auf denen das Motto der Musketiere zu lesen war: "Einer für alle - alle für einen!" Auch auf dem Wahlzettel stand groß "Die Freiheitlichen in Kärnten - Liste Jörg Haider - BZÖ" anstelle dem andernorts üblichen "Die Freiheitlichen - Liste Westenthaler - BZÖ".

Jörg Haider hat also wieder einmal gezeigt, dass die "Marke" Haider nach wie vor zieht.

Aber auch die Marke FPÖ zieht nach wie vor. Und angesichts der bevorstehenden Großen Koalition ist nicht zu erwarten, dass sich dies in absehbarer Zeit ändern wird.

Schule abschaffen?

In der heutigen Ausgabe der Gratis-Tageszeitung "Heute" fand ich folgenden Leserbrief:

"Die alte Regierung wurde abgewählt, und die SPÖ hat gewonnen. Jetzt können alle zufrieden sein, oder etwa nicht? Ausstieg aus dem Eurofighter-Kauf, auch wenn Österreich Strafe zahlen muss. Abschaffung des Sitzenbleibens in der Schule. Hier stellt sich die Frage, warum nicht die Schule als Ganzes abgeschafft wird. Denn wer gibt sich noch Mühe, wenn es egal ist, ob er einen Fünfer hat oder nicht?"

Gute Frage! Dazu sage ich: Ich bin gut durch die Schule gekommen, ohne mich allzu sehr anzustrengen - ich merkte mir immer sehr viel vom Unterricht, und da ich in meiner Freizeit relativ viel las, wusste ich vieles schon längst, bevor es in der Schule gebracht wurde. Niemals bin ich auch nur in die Nähe eines Fünfers gekommen! Ich habe mich nicht "bemüht", meine Schulaufgaben ordentlich zu machen, ich habe sie einfach gemacht. Also glaube ich, dass es für Leute meines Schlages keinen Unterschied macht, ob man in der Schule durchfallen kann oder nicht.

Nach der Logik dieses Leserbriefschreibers sollte man also die Schule für Leute wie mich "als Ganzes abschaffen". Nun ja, viele Nachteile hätte es mir vermutlich ohnehin nicht beschert, denn das Wichtigste haben meine Eltern oder ich selbst mir beigebracht, und das meiste Fachwissen habe ich mir angelesen.

Summa summarum: Schule abschaffen - warum nicht?

Montag, 2. Oktober 2006

Oct. 2nd, 2006

It's Monday, October 2nd, and the university year officially starts again.

For me it begins with the so-called "practical course" in psychiatry - a subject that is rather interesting for me, so still I hope that it will not be too boring. However, it seems like this "practical course" consists mostly of lectures and seminars, and only on the last day of the week (which will also be the last day of the course) we'll spend one (!) hour at the clinic working with patients.

Well, I've just had about 60 minutes of psychiatry lessons: a psychologist (not an M.D.) told us about the diagnosis of psychiatric disorders in children. While sitting there, listening and from time to time making some comments which were appreciated by the lecturers, I had the following thoughts:

Now since many years I experienced something like "freedom" in my holidays for the first time: After passing my pharmacology exam on July 14th, I invested the time as planned, with many activities unrelated to studying: First I used two weeks in order to finish the new Hugi, then I spent one month working at Siemens, after which I studied social medicine to take the exam on September 20th, and since then, I've been working on the next issue of the magazine of Mensa Austria. In addition, I've visited many meetings and other events, e.g. yesterday I was at the election party of the Liberal Forum (Karin Resetarits invited me) and watched the TV coverage of the election sunday together with several politicians and friends of that party (including Alexander Zach, who is going to represent the Liberal Forum in the next parliament thanks to the seat the SPÖ reserved for him).

Now I'm virtually "back to school". Sitting in a classroom, listening to the teacher and only occasionally having the opportunity to raise one's hands and say something strongly reminds me of the 12 years I had to spend at elementary school and grammar school. Gosh! Short before my 6th birthday, I had lost the total freedom of arranging my time as I wanted. Except in holidays, much of my schedule was planned by someone else. Now I know why I always had some strange feelings during my school-days: it was because of this utter lack of freedom to spend my time as I wanted.

My mother is an elementary school teacher, too, and a rather strict one. Fortunate for me, she really managed to motivate me to do well at school. When I entered elementary school, I was convinced that "school was the most wonderful thing in life". As I was very successful at school, this conviction didn't wear off.

Since I had many interests, I enjoyed learning about almost everything. I also enjoyed writing and solving mathematical tasks. But in grammar school, there sometimes were subjects that didn't interest me much, e.g. botany or geology. Yet my mother insisted on me studying these subjects well, which meant that she wanted me to learn the transcripts from class word by word. I asked her many times: "Why? I'll forget this stuff soon after the exam anyway. Knowing this is of no use. I only need it for the exam, afterwards I won't need it ever!" My mother used to answer that if you learn something once, then it will be easier for you to refresh your knowledge on this subject later in life than if you had never learned it. Well, so I also had to learn this stuff. Sometimes I actually had a C in biology since this was the least interesting subject at school for me and I didn't memorize some boring facts even if my mother made me repeat them over and over.

Sometimes I said: "You've already said many times that I'm a clever boy, and my teachers say the same! So why do I have to learn this bullshit by heart? It won't make me more clever. This is something for the less intelligent ones - by studying this crap well, they show that they have at least some positive traits, such as diligence. But why do I have to study this? This is beneath my dignity!" And my mother would reply: "If a dumb child doesn't study this, this can be tolerated. But if a clever child doesn't study this, then it's a crime!" These were her moral views.

Since school was so important to me, I had little freedom of arranging my time. After spending 4 to 6 hours at school in the morning, I used to hurry home in order to complete my assigments, for which I used to need around 1 hour, and sometimes 2 hours if essays had to be written. After that it was usually already pretty dark, and so I decided to spend the remaining time with my computer. In bed I would sometimes read magazines or books.

Actually I wasn't too unsatisfied with this routine, but of course this gave me hardly any opportunities for making social experiences outside school. Since I lived rather far away from school, I didn't have friends visit me on the weekend, either.

But apart from all of that, what I've realized today is what was the really bad thing about school: it's this sitting on a chair for hours and hours, listening to a lecture that interests you more or less. Usually even the more interesting lectures aren't continuously exciting from the beginning through the end. So sometimes you simply start pondering over other things, or "sleeping" as some teachers would say. If you have the opportunity to read a book during class (listening and reading simultaneously), draw or write, that's great. I've done this many times; fortunately my teachers have been tolerant enough. But I know that not all of them are. Probably they only tolerated this behaviour of mine since I was such a good student. I have no idea how they would have reacted if I hadn't.

In any case, this solution was okay, but not the optimum since this always resulted in me returning home tired with a red head. After all, paying attention to class and reading at the same time is exhausting.

I just wonder if there's anybody who really enjoyed his school years. I used to tell myself that school was great, but in fact it wasn't. I virtually had no life since as soon as my leisure time started, the weather was already too bad to be enjoyed. IMHO that's a pity. Vienna is a beautiful city and it's most enjoyable during daytime.

It may be due to my fast-working brain that I was more often bored at school than others and therefore often did "multitasking". But as far as I know, most ordinary children are not satisfied with school, either. It really limits your freedom of acting, it limits the time you could invest in exploring the world on your own. You will learn things that interest you, as well as such that don't (and some of which you'll never need again in life, indeed!). Much of school pedagogics is based on anxiety; on this basis, you're forced to pay attention to classes that would otherwise make you sleep, since you could risk being examined about them any time, and so on. Is this really useful?

Do we need uniform schools at all? Aren't we living in a democratic society? Shouldn't education be the path of developing one's own personality instead of adapting to some "model"? Aren't all of us individuals with different inherited traits, raised by different parents, living in different environments?

On the other hand, one cannot deny that some knowledge is necessary for living in society: reading, writing, calculating, and some basic facts about society, history etc. But don't forget - there are many more equally essential things which you don't learn at school, like: how to get dressed, how to wash, how to brush your teeth, how to eat using knife and fork etc. These things aren't taught at school since one assumes that parents teach their children. Why don't parents teach their children reading, writing and calculating as well? As a matter of fact, many do! And if there wasn't school, I guess almost everybody would. Only due to the existence of obligatory school tuition, some parents rely themselves on school.

One must not forget that the school system was created in days when a large part of the population was illiterate. Nowadays there are hardly any illiterates in Austria and similar countries any more. So what's elementary school really for?

My point isn't that school is bad in general, the only thing I'd really like to discuss is if its realization with time-tables etc. is really necessary or whether it isn't rather harmful than beneficial.

Sonntag, 1. Oktober 2006

Good news

The party I voted for has become #1 in Austria. So the desired change of government is going to come. I'm curious what reforms of the educational systems they'll have. My suggestions would be:

  • There should be primary, secondary and tertiary schooling.
  • Primary schooling should usually start at an age of 6 years and last until 12.
  • It should, however, be possible to start primary schooling at an earlier age if the child appears to be gifted.
  • If a child already knows how to read, write and make simple calculations before entering school, then the child should be allowed to start at the 2nd form.
  • Secondary schooling should usually start at 12 and last until 18.
  • Tertiary schooling (university, university of applied sciences and related institutions) should start after finishing secondary school.
  • It should be possible to skip up as many grades as you like both in primary and secondary schooling. All that's necessary is to pass an exam about the contents of the grade that is to be skipped before the start of the school-year.
  • Home tuition should remain a legal alternative.
  • There should be no difference between "Hauptschule" and "AHS-Unterstufe" any longer. Hauptschule teachers and AHS teachers should be given equal rights to teach grades 5 and 6 (= last two years of the new primary school, which used to be part of the secondary school until now). For grades 7 to 12, only AHS teachers should be allowed to teach.
  • Training of new Hauptschule teachers should be stopped. All teachers for secondary schools should in future be university graduates.
  • Schools should be given full autonomy to choose their teaching personnel and pupils.
  • Schooling should remain free.
  • Universities could continue charging study fees, but they should be returned to the students upon their graduation. This would motivate them to complete their degrees.
  • There should be a "Mittlere Reife" (O-levels) exam after grade 9 which would enable students to enroll in a technical school or start an apprenticeship.
  • Top students should get financial benefits and there should be special courses for talented secondary school students at university.

I guess yet more ideas would come to my mind if thinking longer, or being asked about special aspects of schooling. Maybe I'll do some brain-storming in a forum.

I guess I'll mail Dr. Gusenbauer my ideas.