Samstag, 10. Januar 2009

Interview mit Craig Venter

http://www.zeit.de/2009/03/Klein-Venter

"Klein: Vielleicht ist das Genom gar nicht das »Buch des Lebens«, in dem man einfach nur lesen muss.

Venter: Diese Vorstellung ist sicher ganz falsch. Wenn überhaupt, dann ist die DNA so etwas wie die Software des Lebens.

Klein: Was ist der Unterschied?

Venter: In einem Buch finden Sie sofort den Text, der Sie interessiert. Die Software hingegen zeigt nur, was bei der Datenverarbeitung am Ende herauskommt. Das Programm selbst, das dahintersteht, bleibt Ihnen verborgen. Und Sie erfahren auch nicht, wie es zu diesen Ergebnissen kam..."

Meint er: "Software" = compiliertes Programm; "Programm" = Quellcode? Oder sind das Genom nicht die Eingabedaten, welche die Software (epigenetischer Apparat - Transkriptions- und Translations-Enzyme usw.) verarbeitet?

Dienstag, 6. Januar 2009

Anteil der Hochbegabten unter den Studierenden?

Ich frage mich manchmal, wie hoch der Anteil derjenigen unter den Studierenden sei, die dem österreichischen Hochintelligenzverein beitreten könnten.

Unter der Gesamtbevölkerung haben die Hochbegabten (IQ mehr als zwei Standardabweichungen über dem Mittelwert) laut meinem Statistik-Lehrbuch einen Anteil von 2,28%.

Da der mittlere IQ der Studierenden wahrscheinlich höher als derjenige der Gesamtbevölkerung ist, wird der Anteil der Hochbegabten wohl ebenfalls höher sein.

Angenommen, alle Menschen mit überdurchschnittlichem IQ wären Studierende. Dann wäre der Anteil der Hochbegabten 2 * 2.28% = 4,56%.

Irgendwo habe ich einmal gelesen, der mittlere IQ aller Studierenden betrage 115 (also eine Standardabweichung über dem Mittelwert der Gesamtbevölkerung). Über die Verteilung habe ich aber nichts gelesen.

Angenommen, alle Menschen mit einem IQ über 115 wären Studierende. Dann wäre der Anteil der Hochbegabten laut meinem Statistik-Lehrbuch 2.28% / 15.87% = rund 14,37%.

Die Wahrheit wird wohl irgendwo in der Mitte liegen - zwischen 4,56% und 14,37%. Das arithmetische Mittel dieser zwei Prozentwerte wäre 9,465% - also könnte man davon ausgehen, dass etwa jeder zehnte Studierende hochbegabt ist.

Trotzdem bekommt laut spiegel.de nur einer von 100 Studierenden ein Begabtenstipendium... (http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,598697,00.html)