Samstag, 18. Juli 2009

Das Medizinstudium soll unbedingt in ein Bachelor/Master-Studium umgewandelt werden!

http://www.meduniwien.ac.at/homepage/news-und-topstories/?tx_ttnews[tt_news]=840&cHash=4792150fa5

Die Medizinische Universität Wien ist also stolz darauf, sich erstmals der Zertifizierung der World Federation for Medical Education (wfme) unterzogen zu haben. Was ist diese wfme? Dazu finden wir einige Fakten auf der Website:

http://wiki.ifmsa.org/scome/index.php?title=World_Federation_for_Medical_Education_(WFME)

Die wfme gibt es also bereits seit 1972, und sie hat es sich zum Ziel gesetzt, für ein hohes Niveau der medizinischen Ausbildung auf der ganzen Welt zu sorgen. Das ist natürlich in Zeiten zunehmender internationaler Vernetzung und zunehmender Reisetätigkeit im Prinzip eine gute Sache, denn schließlich sollen Menschen auch im Ausland eine ausreichende medizinische Versorgung bekommen.

Auf derselben Seite finden wir ein Statement zum Thema Bologna-Prozess, speziell zur Frage, ob man das Medizinstudium in ein Bachelor- und ein Masterstudium aufteilen sollte:

"However, the specificity of medical curricula and the current situation of European medical schools must be considered, and it is the opinion that the two-cycle division in a Bachelor and a Master degree would invalidate endeavours to integrate basic and clinical sciences in the medical curriculum."

Dieser Meinung bin ich nicht. Ich halte es eben für den falschen Weg, die (natur)wissenschaftlichen Grundlagen und die klinische Praxis miteinander allzu eng zu verweben. Schließlich gibt es jede Menge Menschen wie mich, die aus rein wissenschaftlichem Interesse Medizin studieren und nicht vorhaben, jemals in der Klinik zu arbeiten, und die klinischen Fächer, vor allem die Praktika im Krankenhaus, wie die Pest verabscheuen. Ich hielte es daher für sinnvoll, wenn man ein Bachelorstudium einführen könnte, in welchem ausschließlich Grundlagen-Wissenschaft vermittelt wird, und alle klinischen Lehrveranstaltungen einschließlich der Sezierkurse, Famulaturen usw. ins Masterstudium verlagert wären. Es sollte dann möglich sein, nach dem Bachelorstudium ein naturwissenschaftliches Masterstudium zu absolvieren, bzw. eventuell sogar gleich ein PhD-Studium.

Die Einführung eines solchartigen Bachelorstudiums hätte meines Erachtens folgende Vorteile:

- Die Studenten wären in ihrer Lebensplanung flexibler, hätten mehr Möglichkeiten. Viele Studenten sind eigentlich eher an Naturwissenschaften interessiert, entscheiden sich aber aus verschiedenen Gründen für ein Medizinstudium. Mit der Zeit kommen sie vielleicht darauf, dass die mit einem Medizinstudium verbundenen beruflichen Perspektiven doch nicht ihren Erwartungen entsprechen oder aber die Inhalte des Studiums eben nicht wirklich ihren Interessen entsprechen. Mit dem Bachelor, der nicht nur zu einem medizinischen, sondern auch zu einem naturwissenschaftlichem Masterstudiengang berechtigte, hätten sie die Chance, ein Studium ordnungsgemäß abzuschließen, ohne Zeit zu verlieren.

- Die Absolventenzahl würde zunehmen, die Drop-Out-Quote abnehmen. Schön für die Statistik!

- Mehr Studenten könnten zum Bachelorstudium zugelassen werden. Erst für das Masterstudium wäre aufgrund der begrenzten Anzahl klinischer Ausbildungsplätze eine strikte Zugangsbeschränkung notwendig. (Ich bin übrigens der Meinung, dass Intelligenztests wie der EMS in der Tat die gerechteste und sinnvollste Form einer Zugangbeschränkung darstellen.)

Freitag, 17. Juli 2009

Roosevelt und der Goldstandard

Jetzt verstehe ich, warum viele Anhänger der Austrian School of Economics F. D. Roosevelt derart hassen und ihn als Verbrecher betrachten:

"Franklin D. Roosevelt erklärte 1933 privaten Goldbesitz im Wert von mehr als 100 US-Dollar als illegal. Gold, welches von Bürgern der Vereinigten Staaten nicht freiwillig zu einem gesetzlich festgelegten Preis von $20.67 pro Feinunze an die Federal Reserve verkauft wurde, wurde beschlagnahmt und die Besitzer mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft." (http://de.wikipedia.org/wiki/Goldstandard)

Dienstag, 7. Juli 2009

Sir Francis Galton: "Hereditary Genius" (1869)

Der britische Universalgelehrte Sir Francis Galton (1822 - 1911), ein Cousin von Charles Darwin, gilt als einer der Begründer der Differentiellen Psychologie, jener Teildisziplin der Psychologie, zu welcher auch die Intelligenzforschung gehört. Sein Wirken wurde in den intellektuellen Kreisen Großbritanniens der damaligen Zeit mit großem Interesse aufgenommen und rezipiert. Aus diesem Grund lohnt es sich meiner Meinung nach, sich mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen, aber auch mit den weltanschaulichen Ansichten Galtons zu beschäftigen. Im folgenden Beitrag möchte ich vor allem auf sein Hauptwerk "Hereditary Genius" aus dem Jahr 1869 eingehen.

Kurz zur Person Galtons: Galton studierte Mathematik, Chemie und Medizin, erreichte aber "nur" den akademischen Grad eines "Bachelor of Arts". Er hat also keine klassische Hochschulkarriere gemacht, sondern sich eher als vielseitig interessierter Mensch mit guter Allgemeinbildung, weitem geistigen Horizont, durch zahlreiche Reisen gewonnene Eindrücke über Menschen aus verschiedenen Teilen der Erde und hoher Intelligenz wissenschaftlich betätigt. 1869 erschien sein Hauptwerk "Hereditary Genius", das damals von vielen Intellektuellen gelesen wurde. Dieses Buch kann im Internet kostenlos heruntergeladen werden.

Im Folgenden möchte ich einige Passagen aus diesem Buch zitieren, welche die Galtonsche Denkweise veranschaulichen sollen, und sie aus heutiger Sicht kommentieren.

Zunächst einmal zur Frage: Was verstand Galton unter "Genius"?

"There was not the slightest intention on my part to use the word genius in any technical sense, but merely as expressing an ability that was exceptionally high, and at the same time inborn."
(Galton, "Hereditary Genius", S. 6)

"A person who is a genius is denned as—A man endowed with superior faculties."
(Galton, "Hereditary Genius", S. 6)

Ein "Genius" ist also ein Mensch, der über außergewöhnlich hohe Fähigkeiten verfügt, wobei ihm diese Fähigkeiten Galton zufolge angeboren seien.

Galton untersuchte in diesem Buch unter anderem die Biographien "hervorragender" britischer Männer und die Geschichten ihrer Familien. Es leuchtet ein, dass es unlogisch ist, von der Tatsache, dass aus bestimmten Familien gehäuft "hervorragende" Männer hervorgehen, darauf zu schließen, dass diese "hervorragenden" Eigenschaften genetisch vererbt sein müssen. Aber wir werden noch sehen, wie Galton argumentiert.

Dass Galton leider (wie viele Gelehrte seiner Zeit) auch Rassist war und der Meinung war, dass bestimmte "Rassen" unterdurchschnittlich und ihre Ausbreitung und Vermehrung schädlich seien, ebenso wie die Möglichkeit, dass sich die Rassen mischen könnten, geht u. a. aus der folgenden Passage hervor:

"The Negro now born in the United States has much the same natural faculties as his distant cousin who is born in Africa; the effect of his transplantation being ineffective in changing his nature, but very effective in increasing his numbers, in enlarging the range of his distribution, and in destroying native American races."
(Galton, "Hereditary Genius", S. 22)

Diese aus heutiger Sicht inakzeptablen "Ausrutscher" sollten uns jedoch nicht zu einer voreiligen Verurteilung der wissenschaftlichen Leistungen Galtons hinreißen lassen.

Im "Preface" finden wir den Grund, warum sich Galton überhaupt mit der Materie beschäftigt hat:

"THE idea of investigating the subject of hereditary genius occurred to me during the course of a purely ethnological inquiry, into the mental peculiarities of different races; when the fact, that characteristics cling to families, was so frequently forced on my notice as to induce me to pay especial attention to that branch of the subject. I began by thinking over the dispositions and achievements of my contemporaries at school, at college, and in after life, and was surprised to find how frequently ability seemed to go by descent. Then I made a cursory examination into the kindred of about four hundred illustrious men of all periods of history, and the results were such, in my own opinion, as completely to establish the theory that genius was hereditary, under limitations that required to be investigated. Thereupon I set to work to gather a large amount of carefully selected biographical data, and in the meantime wrote two articles on the subject, which appeared in Macmillan's Magazine in June and in August, 1865."
(Galton, "Hereditary Genius", S. 27)

Galton gibt zu, nicht der Erste gewesen zu sein, der die Vermutung angestellt hat, dass "Genius" genetisch bedingt sein könnte. Allerdings sei er der Erste, der diese Hypothese mit Hilfe statistischer Methoden zu überprüfen versucht hat:

"The theory of hereditary genius, though usually scouted, has been advocated by a few writers in past as well as in modern times. But I may claim to be the first to treat the subject in a statistical manner, to arrive at numerical results, and to introduce the 'law of deviation from an average' into discussions on heredity."
(Galton, "Hereditary Genius", S. 28)

Dass es Galton aber nicht nur darum geht zu zeigen, dass die Entwicklung zu einem "Genius" durch die Erbanlagen determiniert ist, sondern auch darum, bevölkerungspolitische Maßnahmen durchzusetzen, um die Entstehung von Genies zu fördern, sagt er deutlich im "Introductory Chapter":

"I PROPOSE to show in this book that a man's natural abilities are derived by inheritance, under exactly the same limitations as are the form and physical features of the whole organic world. Consequently, as it is easy, notwithstanding those limitations, to obtain by careful selection a permanent breed of dogs or horses gifted with peculiar powers of running, or of doing anything else, so it would be quite practicable to produce a highly-gifted race of men by judicious marriages during several consecutive generations."
(Galton, "Hereditary Genius", S. 31)

Galton spricht sich also sozusagen für die "Menschenzucht" aus - eine Form der "positiven" Eugenik. Unter "positiver" Eugenik versteht man eine Eugenik, welche das Ziel hat, die Reproduktion von Menschen mit "guten" Erbanlagen zu fördern.

Aber Galton ist nicht nur für positive Eugenik. Nein, er schreibt weiters:

"I shall show that social agencies of an ordinary character, whose influences are little suspected, are at this moment working towards the degradation of human nature, and that others are working towards its improvement."
(Galton, "Hereditary Genius", S. 31)

Er zeigt sich also skeptisch gegenüber "social agencies". Ich nehme an, er meint damit Einrichtungen des Wohlfahrtsstaates, die unter Umständen Menschen, die aus eigener Kraft nicht in der Lage wären, im Lebenskampf zu bestehen, am Leben erhält. Die Ideologie, dass man die soziale Wohlfahrt abschaffen sollte, so dass nur erfolgreiche Menschen überleben können, ist heute unter der Bezeichnung "Sozialdarwinismus" bekannt.

Weiter im Text erklärt Galton, dass zwar jeder Mensch in der Lage sei, seine angeborenen Fähigkeiten durch Training zu entwickeln. Allerdings habe jeder Mensch nur ein begrenztes Potenzial, das er maximal erreichen könne.

"There is a definite limit to the muscular powers of every man, which he cannot by any education or exertion overpass. This is precisely analogous to the experience that every student has had of the working of his mental powers."
(Galton, "Hereditary Genius", S. 45)

Galton ist der Meinung, dass junge Knaben (mit Mädchen oder Frauen hat er sich offenbar nicht beschäftigt) in der Schule in einem kompetitiven Umfeld aufwachsen und mit der Zeit Erfahrungen machen, welche Stärken und Schwächen sie haben, was sie besonders gut können und was weniger gut, in welchen Bereichen sie kompetent sind und wo sie inkompetent sind:

"When he reaches mature life, he is confident only within certain limits, and knows, or ought to know, himself just as he is probably judged of by the world, with all his unmistakeable weakness and all his undeniable strength.
(Galton, "Hereditary Genius", S. 46)

Es folgt eine Analyse von Prüfungsergebnissen an der Universität von Cambridge. Galton konkludiert, dass diese Ergebnisse sehr unterschiedlich sind und dass diese Unterschiede auf die Begabung der Studierenden zurückzuführen seien - offensichtlich seien nicht alle Studierenden gleichermaßen begabt. Galton meint außerdem, er habe die Beobachtung gemacht, dass manche Cambridge-Studenten mathematisch unterdurchschnittlich begabt seien, also noch schlechter als der durchschnittliche Engländer.

"To conclude, the range of mental power between—I will not say the highest Caucasian and the lowest savage—but between the greatest and least of English intellects, is enormous. There is a continuity of natural ability reaching from one knows not what height, and descending to one can hardly say what depth. I propose in this chapter to range men according to their natural abilities, putting them into classes separated by equal degrees of merit, and to show the relative number of individuals included in the several classes. Perhaps some persons might be inclined to make an offhand guess that the number of men included in the several classes would be pretty equal. If he thinks so, I can assure him he is most egregiously mistaken."
(Galton, "Hereditary Genius", S. 56)

EXKURS:

Bekanntlich ist der Intelligenzquotient normalverteilt, der Graph der Dichtefunktion, wo auf der x-Achse der Intelligenzquotient und auf der y-Achse die relative Häufigkeit aufgetragen sind, ist eine "Gaußsche Glockenkurve". Daraus folgt logisch, dass die Anzahl der Menschen mit einem IQ von 100, einem IQ von 101, einem IQ von 102 usw. eben nicht gleich groß ist.

Aus heutiger Sicht ist allerdings dazu zu sagen, dass die Annahme, dass die Intelligenz des Menschen normalverteilt sei, eine Annahme ist. Warum hat man diese Annahme gemacht? Der Grund ist der so genannte Zentrale Grenzverteilungssatz. Man nimmt an, dass Intelligenz eine multifaktoriell bedingte Größe ist. Jeder Faktor, der sich auf die Intelligenz auswirkt, mag anders verteilt sein. Der Zentrale Grenzverteilungssatz besagt jedoch, dass die Gesamtverteilung mehrerer Größen, egal wie diese nun verteilt sein mögen, tendenziell immer mehr einer Normalverteilung ähnelt, je mehr Größen berücksichtigt werden. Dies ist der Grund, warum angenommen wird, dass die Intelligenz des Menschen normalverteilt sei.

Nun gibt es aber auch die "Erlanger Schule der Informationspsychologie", welche behauptet, dass die Grundlage für die Intelligenzunterschiede der Menschen in ihrer unterschiedlichen "Kurzspeicherkapazität" liege. Und diese Größe, die Kurzspeicherkapazität, ist nach derzeitigem Stand des Wissens angeblich nicht im Sinne einer Gaußschen Glockenkurve normalverteilt, sondern logarithmisch normalverteilt. Aber das war jetzt nur ein kleiner Exkurs am Rande.

Schließlich stellte Galton drei Thesen auf:

"1. That men who are gifted with high abilities—even men of class E—easily rise through all the obstacles caused by inferiority of social rank.
2. Countries where there are fewer hindrances than in England, to a poor man rising in life, produce a much larger proportion of persons of culture, but not of what I call eminent men.
3. Men who are largely aided by social advantages, are unable to achieve eminence, unless they are endowed with high natural gifts."
(Galton, "Hereditary Genius", S. 73)

Galton war also der Meinung, dass Menschen aus niedrigen sozialen Schichten sehr wohl die Möglichkeit hätten, gut durchs Leben zu kommen, wenn sie gute Erbanlagen hätten, und dass in Ländern, wo die Barrieren zwischen den einzelnen "Klassen" nicht so groß sind wie in England, viel mehr "Kulturmenschen" entstünden als in England - jedoch nicht viel mehr "hervorragende Männer". Dies lässt vermuten, dass für die Entstehung "hervorragender Männer" möglicherweise sehr wohl auch Umweltfaktoren eine Rolle spielen könnten (vor allem Faktoren bezüglich des familiären Umfelds, in welchem der Mensch aufgewachsen sind, wie etwa: Bildungsgrad der Eltern, Erziehungsstil, finanzielle Absicherung usw.). Sozialhilfeempfänger sind laut Galton nicht in der Lage, "hervorragende Männer" zu werden, es sei denn, sie hätten entsprechend gute Erbanlagen ("high natural gifts").

Galton schreibt auch, dass besonders begabte Kinder unter Umständen gar keine formale Schulbildung benötigen würden, um sich zu Genies zu entwickeln:

<p>
"A youth of abilities G, and X, is almost independent of ordinary school education. He does not want a master continually at his elbow to explain difficulties and select suitable lessons. On the contrary, he is receptive at every pore. He learns from passing hints, with a quickness and thoroughness that others cannot comprehend. He is omnivorous of intellectual work, devouring in a vast deal more than he can utilise, but extracting a small percentage of nutriment, that makes, in the aggregate, an enormous supply. The best care that a master can take of such a boy is to leave him alone, just directing a little here and there, and checking desultory tendencies."
(Galton, "Hereditary Genius", S. 73)

Nach diesen einleitenden Worten folgt der Hauptteil, welcher sich eben mit der Analyse der Biographien und der Familiengeschichten herausragender britischer Persönlichkeiten befasst. Ab Seite 85 schreibt Galton über Richter, ab Seite 136 über Staatsmänner, ab Seite 163 über Adelige ("Peerages"), ab Seite 173 über militärische Führer ("Commanders"), ab Seite 199 über Literaten, ab Seite 224 über Naturwissenschaftler, ab Seite 157 über Poeten, ab Seite 269 über Musiker, ab Seite 279 über Maler, ab Seite 289 über Geistliche, ab Seite 331 über "Senior Classics" der Cambridge-Universität, ab Seite 337 über Ruderer ("Oarsmen") und ab Seite 344 über Ringer ("Wrestlers").

Schließlich vergleicht er ab Seite 348 die Resultate seiner Analysen der einzelnen Bevölkerungsgruppen.

"The general uniformity in the distribution of ability among the kinsmen in the different groups, is strikingly manifest. The eminent sons are almost invariably more numerous than the eminent brothers, and these are a trifle more numerous than the eminent fathers. On proceeding further down the table, we come to a sudden dropping off of the numbers at the second grade of kinship, namely, at the grandfathers, uncles, nephews, and grandsons: this diminution is conspicuous in the entries in column D, the meaning of which has already been fully described in pp. 81-83. On reaching the third grade of kinship, another abrupt dropping off in numbers is again met with, but the first cousins are found to occupy a decidedly better position than other relations within the third grade."
(Galton, "Hereditary Genius", S. 350)

Das heißt, hervorragende Männer haben oft hervorragende Söhne, jedoch seltener hervorragende Brüder; es gibt weiters eine Menge hervorragender Männer, die nicht Söhne von hervorragenden Vätern sind.

Das sind freilich rein empirische, rein statistische Befunde, die nichts darüber aussagen, wie "Genius" nun tatsächlich (auf molekularer Basis) vererbt wird bzw. vererbt werden könnte.

Auf Seite 368 beginnt schließlich das Kapitel "The Comparative Worth of Different Races". Galton schreibt darin:

"Every long-established race has necessarily its peculiar fitness for the conditions under which it has lived, owing to the sure operation of Darwin's law of natural selection. However, I am not much concerned, for the present, with the greater part of those aptitudes, but only with such as are available in some form or other of high civilization. We may reckon upon the advent of a time, when civilization, which is now sparse and feeble and far more superficial than it is vaunted to be, shall overspread the globe. Ultimately it is sure to do so, because civilization is the necessary fruit of high intelligence when found in a social animal, and there is no plainer lesson to be read off the face of Nature than that the result of the operation of her laws is to evoke intelligence in connexion with sociability. Intelligence is as much an advantage to an animal as physical strength or any other natural gift, and therefore, out of two varieties of any race of animal who are equally endowed in other respects, the most intelligent variety is sure to prevail in the battle of life."
(Galton, "Hereditary Genius", S. 368)

Galton vergleicht nun verschiedene Rassen miteinander, wobei er zugesteht, dass es sehr wohl möglich sein könnte, dass auch unterdurchschnittliche Rassen "hervorragende" Männer hervorbringen könnten, jedoch die Wahrscheinlichkeit wesentlich geringer sei. Schwarzafrikaner seien seiner Meinung nach den Weißen inferior, und die australischen Ureinwohner stünden sogar noch eine Stufe unter den Schwarzafrikanern. Die Bewohner der schottischen Tiefebene ("Lowland Scotchs") und die im Norden Englands beheimateten Menschen seien dem durchschnittlichen Engländer überlegen, weil sie überproportional viele "hervorragende Männer" hervorgebracht hätten. Die fähigste Rasse der Geschichte der Menschheit seien die alten Griechen gewesen, insbesondere die Griechen aus Attika, weil Menschen aus ihren Reihen trotz der relativ geringen Bevölkerung des alten Griechenlands hervorragende intellektuelle Leistungen erbracht hätten. Galton nennt weiters die Gründe, warum (seiner Meinung nach, wobei er aber seine Meinung zu diesem Thema für die Wahrheit hält) es zum Niedergang der griechischen Rasse gekommen sei.

Galton schreibt nun, warum er der Meinung ist, dass es wichtig sei, das durchschnittliche Intelligenzniveau der Bevölkerung bzw. (in weiterer Folge) die Anzahl hochbegabter Männer zu erhöhen:

"If we could raise the average standard of our race only one grade, what vast changes would be produced! The number of men of natural gifts equal to those of the eminent men of the present day, would be necessarily increased more than tenfold, as will be seen by the fourth column of the table p. 34, because there would be 2, 423 of them in each million instead of only 233; but far more important to the progress of civilization would be the increase in the yet higher orders of intellect. We know how intimately the course of events is dependent on the thoughts of a few illustrious men. If the first-rate men in the different groups had never been born, even if those among them who have a place in my appendices on account of their hereditary gifts, had never existed, the world would be very different to what it is."
(Galton, "Hereditary Genius", S. 375)

Galton schreibt auch, dass bestimmte Verhaltensweisen der Entwicklung der Zivilsation förderlich und andere ihr abträglich wären. Er folgert daraus, dass "Wilde" ("savages") keine Chance hätten, in einem zivilisierten Land zu leben, es sei denn, sie wären außergewöhnlich begabt:

"Much more alien to the genius of an enlightened civilization than the nomadic habit, is the impulsive and uncontrolled nature of the savage. A civilized man must bear and forbear, he must keep before his mind the claims of the morrow as clearly as those of the passing minute; of the absent, as well as of the present. This is the most trying of the new conditions imposed on man by civilization, and the one that makes it hopeless for any but exceptional natures among savages, to live under them.
(Galton, "Hereditary Genius", S. 380)

Weiters schreibt Galton, dass es seiner Meinung nach für die Entwicklung einer Nation von entscheidender Bedeutung sei, mit welchem Alter Angehörige bestimmter Bevölkerungsgruppen Kinder bekämen:

"I shall have occasion to show that certain influences retard the average age of marriage, while others hasten it; and the general character of my argument will be to prove, that an enormous effect upon the average natural ability of a race may be produced by means of those influences. I shall argue that the wisest policy is, that which results in retarding the average age of marriage among the weak, and in hastening it among the vigorous classes; whereas, most unhappily for us, the influence of numerous social agencies has been strongly and banefully exerted in the precisely opposite direction."
(Galton, "Hereditary Genius", S. 384 - 385)

Galton begründet diese These nun ausführlich. Die wichtigsten Passagen aus dieser Begründung:

"The average age of marriage affects population in a threefold manner. Firstly, those who marry when young, have the larger families; secondly, they produce more generations within a given period, and therefore the growth of a prolific race, progressing as it does, 'geometrically,' would be vastly increased at the end of a long period, by a habit of early marriages; and, thirdly, more generations are alive at the same time, among those races who marry when they are young."
(Galton, "Hereditary Genius", S. 385)

Das ist natürlich nur eine Hypothese, die bestenfalls statistisch abgesichert werden kann. Aber allgemeingültig ist sie bei Gott nicht. Warum sollte ein Paar, das schon in jungen Jahren das erste Kind zur Welt bringt, unbedingt die Absicht haben, mehrere Kinder zu zeugen? Es gibt sehr wohl Menschen, die sich schon mit jungen Jahren fortgepflanzt haben, aber mit dem einen Kind, das sie in die Welt gesetzt haben, voll und ganz zufrieden sind und keinen weiteren Kinderwunsch haben. Dass Menschen, die sich früher fortpflanzen, auch mehr Generationen innerhalb einer bestimmten Periode produzieren würden, muss genausowenig zutreffen. Wer garantiert, dass sich ein Kind, das seine Mutter schon mit jungen Jahren auf die Welt gebracht hat, ebenfalls in einem jungen Alter vermehren wird? Einzig dass in Familien, in denen es die Regel ist, sich schon frühzeitig fortzupflanzen, oftmals mehrere Generationen gleichzeitig am Leben sind, ist logisch (wobei es aber nicht auszuschließen ist, dass manche Familienangehörige frühzeitig ableben könnten!).

Es stellt sich nur die Frage, ob es wirklich für die Entwicklung des Kindes förderlich ist, wenn es mehrere Generationen (Eltern, Großeltern, möglicherweise sogar Urgroßeltern) betreuen. Wird das Kind dann nicht erst recht bevormundet und eingeengt? Wer hat das Sagen in einer solchen Familie: einer der Elternteile oder doch eher die Großeltern?

"It is a maxim of Malthus that the period of marriage ought to be delayed in order that the earth may not be overcrowded by a population for whom there is no place at the great table of nature. If this doctrine influenced all classes alike, I should have nothing to say about it here, one way or another, for it would hardly affect the discussions in this book; but, as it is put forward as a rule of conduct for the prudent part of mankind to follow, whilst the imprudent are necessarily left free to disregard it, I have no hesitation in saying that it is a most pernicious rule of conduct in its bearing upon race. Its effect would be such as to cause the race of the prudent to fall, after a few centuries, into an almost incredible inferiority of numbers to that of the imprudent, and it is therefore calculated to bring utter ruin upon the breed of any country where the doctrine prevailed. I protest against the abler races being encouraged to withdraw in this way from the struggle for existence. It may seem monstrous that the weak should be crowded out by the strong, but it is still more monstrous that the races best fitted to play their part on the stage of life, should be crowded out by the incompetent, the ailing, and the desponding."
(Galton, "Hereditary Genius", S. 388)

Galton spricht sich also zwar grundsätzlich für Geburtenkontrolle aus, um eine Übervölkerung zu verhindern, meint jedoch, dass diese Regeln dann auch von allen Menschen eingehalten werden sollten und es auf keinen Fall dazu kommen sollte, dass "Minderbegabte" mehr Kinder in die Welt setzen als Hochbegabte. Er vertritt sogar eher die gegenteilige Meinung, dass Hochbegabte früher heiraten und mehr Kinder in die Welt setzen sollten, während die Heirat von "Minderbegabten" hinausgezögert werden sollte, um ihre Reproduktion zu hemmen.

Das ist eine etwas naive Ansicht, ist es schließlich doch nicht notwendig, verheiratet zu sein, um Kinder zu zeugen. Aber in der damaligen Zeit waren wahrscheinlich die Hemmungen, uneheliche Kinder auf die Welt zu bringen, noch größer - obwohl anzunehmen ist, dass die Wahrscheinlichkeit, ein uneheliches Kind zu gebären, bei "Minderbegabten" damals wesentlich höher war als bei intelligenten und gebildeten Menschen und daher gerade für die Menschen, deren Reproduktion vermieden werden sollte, die Regel, dass sie spät heiraten sollten, nicht den gewünschten Effekt gehabt hätte.

"The long period of the dark ages under which Europe has lain is due, I believe in a very considerable degree, to the celibacy enjoined by religious orders on their votaries. Whenever a man or woman was possessed of a gentle nature that fitted him or her to deeds of charity, to meditation, to literature, or to art, the social condition of the time was such that they had no refuge elsewhere than in the bosom of the Church. But the Church chose to preach and exact celibacy. The consequence was that these gentle natures had no continuance, and thus, by a policy so singularly unwise and suicidal that I am hardly able to speak of it without impatience, the Church brutalized the breed of our forefathers. She acted precisely as if she had aimed at selecting the rudest portion of the community to be, alone, the parents of future generations. She practised the arts which breeders would use, who aimed at creating ferocious, currish and stupid natures. No wonder that club-law prevailed for centuries over Europe; the wonder rather is that enough good remained in the veins of Europeans to enable their race to rise to its present, very moderate level of natural morality."
(Galton, "Hereditary Genius", S. 389 - 390)

In dieser Beziehung hat Galton sicher recht, dass das Keuschheitsgebot, das Verbot für Geistliche zu heiraten und Kinder zu zeugen, keine gute Idee war, weil dadurch wahrscheinlich viele begabte und gebildete Männer ihr Leben lang kinderlos blieben. Allerdings ist nicht auszuschließen, dass der eine oder andere dieses Keuschheitsgebot gebrochen haben und für die Weitergabe seiner Erbanlagen gesorgt haben könnte. Das Problem ist nur, dass die auf diese Weise gezeugten Kinder dann möglicherweise in einem familiären Umfeld aufwachsen mussten, in denen die Entfaltung ihrer Erbanlagen nicht optimal gefördert werden konnte.

"The policy of the religious world in Europe was exerted in another direction, with hardly less cruel effect on the nature of future generations, by means of persecutions which brought thousands of the foremost thinkers and men of political aptitudes to the scaffold, or imprisoned them during a large part of their manhood, or drove them as emigrants into other lands."
(Galton, "Hereditary Genius", S. 390)

Um die Qualität der Bevölkerung zu verbessern, empfiehlt Galton eine durchaus auch aus heutiger Sicht fortschrittliche Politik:

"The best form of civilization in respect to the improvement of the race, would be one in which society was not costly; where incomes were chiefly derived from professional sources, and not much through inheritance; where every lad had a chance of showing his abilities, and, if highly gifted, was enabled to achieve a first-class education and entrance into professional life, by the liberal help of the exhibitions and scholarships which he had gained in his early youth; where marriage was held in as high honour as in ancient Jewish times; where the pride of race was encouraged (of course I do not refer to the nonsensical sentiment of the present day, that goes under that name); where the weak could find a welcome and a refuge in celibate monasteries or sisterhoods, and lastly, where the better sort of emigrants and refugees from other lands were invited and welcomed, and their descendants naturalized."
(Galton, "Hereditary Genius", S. 394)

Zusammenfassend kann man also sagen:

+ Galton hat völlig richtig erkannt, dass Menschen unterschiedlich begabt sind.
+ Galton hat völlig richtig erkannt, dass die unterschiedliche Begabung der Menschen zumindest zum Teil genetische Ursachen hat.
+ Die Ansicht, dass eine gewisse intellektuelle Begabung notwendig ist, um in der zivilisierten Welt gut leben und einen Beitrag leisten zu können, halte ich für richtig.
+ Galton hat völlig richtig erkannt, dass auch Menschen, die auf Grund ihrer Herkunft sozial benachteiligt sind, unter Umständen im Leben erfolgreich sein können.
+ Galton hat nicht nur Hypothesen aufgestellt, sondern auch versucht, sie mit statistischen Methoden empirisch zu überprüfen. In diesem Sinn hat er also wissenschaftlich gearbeitet.

Jedoch:
- Galton kannte sie Gesetze der Genetik noch nicht. Daher konnte er keine Aussagen darüber treffen, wie genau etwa Intelligenz oder bestimmte Charaktereigenschaften vererbt werden.
- Die Einteilung der Menschheit in über- und unterdurchschnittliche "Rassen" ist aus heutiger Sicht abzulehnen. Es gibt vielmehr in jeder "Rasse" höher begabte und weniger begabte Individuen. Auch die alten Griechen waren nicht nur Philosophen oder Mathematiker, sondern zum großen Teil "nur" einfache Händler, Handwerker, Bauern, Krieger usw.

Insgesamt bin ich jedoch der Meinung, dass Galton mit diesem Buch einen wichtigen Beitrag zum Denken der Menschen geleistet hat, wenngleich im Namen der Eugenik bekanntlich leider auch von Menschen, die sich mit Galton nicht gründlich beschäftigt und zwar einige seiner Thesen aufgegriffen, sie jedoch nicht richtig verstanden haben, viele Verbrechen verübt worden sind.

Der talentierte Schüler und seine Feinde

Dieses 2008 erschienene Sachbuch des österreichischen Managers und ehemaligen Politikers der christdemokratischen Partei Andreas Salcher schlug in Österreich wie eine Bombe ein und wurde von vielen Menschen zum Buch des Jahres gewählt, obwohl diese Auszeichnung normalerweise belletristischen Werken vorbehalten ist. Eine kritische Rezension.

Andreas Salcher selbst beschreibt sich als ein typisches Beispiel für einen erfolgreichen Schüler: intelligent, strebsam, rücksichtslos, immer nur aufs eigene Fortkommen bedacht. Nach der Matura studierte er BWL, schloss das Studium mit der Promotion ab, setzte ein Post-Graduate-Studium an der amerikanischen Eliteuniversität Harvard drauf und machte in Politik und Wirtschaft Karriere. So war er unter anderem der damals jüngste Abgeordnete zum Wiener Landtag.

Nun, mit Abstand, sieht Salcher das Schulsystem kritischer. Er vertritt die Meinung, dass es zu sehr auf die Bedürfnisse des Industriezeitalters zugeschnitten sei: Das Ziel sei es, Massen an gut ausgebildeten Menschen zu produzieren; wer in diesem System nicht mitkomme, bleibe auf der Strecke. Der künftige Beruf des Idealtyps von Schülern, für den höhere Schulen geschaffen seien, sei der des Universitätsprofessors. In der Schule würde es fast ausschließlich um logisch-analytische Intelligenz gehen. Dabei gebe es in der Bevölkerung vielfältige Talente, die unterschiedlicher Förderung bedürften. Gleich zu Beginn des Buchs wird etwa der Fall einer britischen Tänzerin gebracht, die als Kind große Schwierigkeiten in der Regelschule hatte. Der Arzt entdeckte ihre kinästhetische Begabung und riet der Mutter, sie solle ihre Tochter in die Tanzschule schicken. À la longue zeigte es sich, dass dies die richtige Entscheidung war, denn das Mädchen war tatsächlich fürs Tanzen begabt, machte Karriere und wurde Multimillionärin. Salcher äußert sich daher kritisch darüber, dass in der Schule die Muttersprache und Mathematik die wichtigsten Fächer seien und diejenigen, die darin schlecht seien, im Schulsystem untergehen würden. Freilich tut er dies, ohne ein wirklich konkretes Konzept zu liefern, wie man das Schulsystem so umgestalten könnte, dass es tatsächlich den Begabungen aller Kinder gerecht würde.

Die Schuld daran, dass Kinder ihr Potenzial nicht entfalten würden, gibt Salcher vor allem den Lehrern, aber auch den Eltern. Diese würden die Begabungen der Kinder nicht erkennen oder, wenn sie diese erkennen, unterdrücken. So sei es etwa in Arbeiterhaushalten verpönt, Bücher zu lesen, was aber die Voraussetzung für den Erwerb von höherer Bildung sei.

Soweit die Ist-Analyse. Wie ich bereits angedeutet habe, ist es mit der Soll-Seite bei Salcher nicht weit her. Salcher bringt zwar im Anhang einige Beispiele von Schulen, die er für gut hält, darunter die Sir-Karl-Popper-Schule für intellektuell hochbegabte Kinder in Wien, an deren Gründung er als Politiker selbst maßgeblich beteiligt war. Wie aber bereits dieses konkrete Beispiel zeigt, handelt es sich dabei erst recht wieder um Schulen, in denen es vornehmlich um intellektuelle Fähigkeiten geht. Sie unterscheiden sich also in ihrem Grundkonzept nicht wesentlich von den von Salcher kritisierten Regelschulen.

Kurz gesagt: Salchers Buch hat sich gut verkauft, weil es ein Thema behandelt, das (wegen der Bildungspflicht) viele Menschen im Land interessiert und dessen Inhalte ihnen zum Teil aus der Seele sprechen dürften. Jedoch beschränkt sich das Buch im Wesentlichen darauf, Probleme aufzuzeigen, und bietet nur wenige Lösungskonzepte an. Zudem stellt sich die Frage, ob Salcher nicht versucht hat, seinen Lesern nach dem Mund zu schreiben, wo er doch selbst mit dem österreichischen Schulsystem offenbar gut zurecht gekommen ist und sich das einzige konkrete Reformprojekt, das er umgesetzt hat, nämlich die Sir-Karl-Popper-Schule, erst recht ausschließlich an intellektuell hochbegabte Schüler richtet, die im Prinzip auch in der Lage wären, im Regelschulwesen gut zurechtzukommen, und die durch die Sir-Karl-Popper-Schule halt noch ein bisschen mehr zu potenziellen "Universitätsprofessoren" gemacht werden sollen.