Sonntag, 20. Januar 2013

Lerntechniken

Auf e-fellows.net wurde von einer Studie berichtet, wonach die meisten Lerntechniken, wie etwa Unterstreichen oder Zusammenfassen, keinen Nutzen haben. Das entspricht an sich meiner Erfahrung. Ich bin, nach 10 Jahren Studium, zum Schluss gekommen, dass es reicht, den Stoff einmal durchzulesen, und wenn man beim ersten Durchlesen schlampig war, dann halt die Passagen, die man noch nicht ordentlich gelernt hat, noch einmal. Natürlich kann es sein, dass man dann bei der Prüfung durchfällt, aber man glaube mir: die anderen Lerntechniken hätten zu keinem besseren Ergebnis geführt. Sollte man bei den Prüfungen öfters durchfallen, heißt das eben, dass man für das Studium nicht geeignet ist.

Donnerstag, 17. Januar 2013

Medizinstudium - kompakt

In den letzten zwei Tagen habe ich mit Interesse einige alte (vor zehn Jahren aktuelle) Lehrbücher aus meinem Medizinstudium gelesen und teilweise auch Wissenslücken aufgefrischt. Dabei ist mir eingefallen, dass erschreckenderweise alles, was ich am Medizinstudium interessant fand, in zwei Jahren abgehandelt werden könnte:

1. Semester
- Chemie
- Physik

2. Semester
- Biochemie
- Physiologie

3. Semester
- Funktionelle Pathologie
- Mikrobiologie

4. Semester
- Pharmakologie

Das könnte man auch zur Grundlage eines Studienplans machen. Die Zellbiologie und Genetik, die im alten Studienplan Medizin Teil des (von mir als obsolet erachteten) Prüfungsfachs Biologie waren, könnte man im Fach Biochemie zusätzlich zum bisherigen Stoff der Biochemie abhandeln. Anatomie und Histologie fand ich, bis auf die Grundlagen, unnötig, und es wäre kein Problem, diese Grundlagen im Rahmen einer Physiologievorlesung abzuhandeln. Die Pathologische Anatomie ist ein unglaublich umfang- und detailreiches Fach und das Wissen wird im Detail höchstens von angehenden Fachärzten für Pathologie gebraucht. Deshalb würde ich sie ersatzlos streichen, eine Vorlesung über die Funktionelle Pathologie reicht.

Im klinischen Abschnitt könnte man die Prüfungsordnung weitgehend beibehalten, aber Sozialmedizin, Gerichtsmedizin und Zahnmedizin könnte man abschaffen (auch wenn es sehr leichte Prüfungen waren) und die Neurologie und die Psychiatrie zu einem Fach vereinigen.