Freitag, 25. April 2014

Begabtenförderung und Ideologie

Ich finde, dass man am Thema Begabtenförderung recht gut die Unterschiede zwischen links, rechts und liberal herausarbeiten und zeigen kann, dass es mehr als nur die zwei politischen Richtungen Links und Rechts gibt.

In einer egalitären Gesellschaft gibt es keine Hierarchien. In einer konservativen Gesellschaft gibt es Hierarchien und deine gesellschaftliche Stellung ist durch die Geburt vorbestimmt. In einer liberalen Gesellschaft kann jeder seiner Begabung entsprechend die Stellung in der Gesellschaft erreichen, für die er am besten geeignet ist.

Die Linken sind gegen Begabtenförderung, weil ja alle gleich sein sollen. Sie gehen manchmal so weit, dass sie das Existenzrecht Hochbegabter in Frage stellen. Die Konservativen fördern nur ihre eigenen Kinder. In einer liberalen Gesellschaft wird jeder, der will, gefördert.

"Wirre Scheinlogik"

Kurt Gödels Theoreme beruhen nicht auf "wirrer Scheinlogik". Das große Problem bei der Sache besteht darin, dass Menschen, die im Berufsleben stehen, dazu neigen, effizient zu denken und zu handeln. Um Schriften von Gödel und ähnlich Kompliziertes zu verstehen, bedarf es aber viel Zeit, die man investieren muss. Es genügt nicht, sich diese Dinge einmal durchzulesen, sondern man muss stunden-, tage-, vielleicht sogar wochenlang darüber nachdenken, bis man sie verstanden hat.

Gerade das ist aber die Stärke der Hochbegabten: Sie haben die Ausdauer, sich gründlich mit komplizierter Materie zu beschäftigen, bis sie diese verstanden haben, und nachher können sie dann das Ganze so einfach erklären, dass es auch die Normalbegabten verstehen können, wenn sie nur wollen.

Hochbegabung in diesem Sinne kann wahrscheinlich durch einen IQ-Test allein nicht festgestellt werden.

Mittwoch, 23. April 2014

Typengerechte Kindererziehung

Meiner Meinung nach stellen sich zwei große Probleme bei der Erziehung von Kindern:

1. Die erste große Herausforderung besteht darin, möglichst früh den Typ des Kindes herauszufinden. Dieser Typ gibt an, was das Kind leicht lernen kann und wobei es Hilfe brauchen wird. Interessiert es sich für theoretisches Wissen oder ist es eher praktisch veranlagt? Denkt es selbstständig oder muss man ihm alles sagen? Ist das Kind sportlich, sozial, musikalisch, künstlerisch begabt?

2. Die zweite große Frage ist: Sollte man den Fokus eher in der Förderung der Stärken oder im Ausgleich der Schwächen legen? Dies zu entscheiden ist nicht leicht. Ich weiß selbst nicht, was besser ist.