Donnerstag, 21. August 2014

Wissenschaftstheorie

Wissenschaft erhebt den Anspruch, Wahrheiten herauszufinden. Dabei bedient sie sich der wissenschaftlichen Methode. Wie diese auszusehen habe, war in den vergangenen Jahrhunderten ein Thema, über das sich vor allem Philosophen Gedanken gemacht haben.

Im Prinzip gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder stellt man eine Vermutung an und überprüft sie im Experiment. Oder man führt ein Experiment durch und macht sich Gedanken darüber, wie das Ergebnis dieses Experiments zu erklären sei.

Der erste Weg entspricht dem, was Karl Popper in seinem berühmten Werk "Logik der Forschung" vorgeschlagen hat. Der zweite Weg ist genau das, was heute mit "Big Data" gemacht wird.

Auch wenn man Popper schätzt, muss man doch zugeben, dass seine Methode, Vermutungen anzustellen und durch Experimente zu versuchen, diese zu widerlegen, sehr ineffizient ist. Man gelangt auf diese Weise immer wieder zu der Erkenntnis "So geht es nicht", man wird aber schwerlich herausfinden, wie es geht.

Es ist auch anzunehmen, dass sich der wissenschaftliche Erkenntnisgewinn in der Realität nicht so ereignet haben wird, wie Popper sich das vorgestellt hat. Isaac Newton wird sein Gravitationsgesetz wohl kaum durch Versuch und Irrtum entdeckt haben. Vielmehr wird er eine Beobachtung angestellt und versucht haben, diese durch eine mathematische Formel zu erklären.

Es ist einfach ein Grundproblem der Wissenschaft, dass sie nicht in der Lage ist, darüber Gewissheit zu erlangen, dass die durch ihre Methode gewonnenen Erkenntnisse wahr sind.

Dienstag, 5. August 2014

Paradigmenwechsel in der Krebstherapie

In der Vereinszeitschrift des österreichischen Hochintelligenzvereins, Ausgabe 372, haben Dr. Uwe Rohr und ich einen Artikel veröffentlicht, in dem wir eine neue Methode zur Behandlung von Krebs vorstellten. Da das mediale Interesse an der Krebserkrankung in letzter Zeit stark zugenommen hat, habe ich mir gedacht, dass es vielleicht gut wäre, auf unser Konzept aufmerksam zu machen, und gebe daher einen Auszug aus diesem Artikel hier wieder:

EIN PARADIGMENWECHSEL IN DER KREBSTHERAPIE
VON “DESTROY AND KILL” ZU “MODIFY AND REPAIR”

Claus Volko, DI Dr.med.; Uwe Rohr, PD Dr. Dr.

In der Behandlung von Krebskrankheiten wurde bisher dem Prinzip „DESTROY AND KILL“, zu Deutsch „ZERSTÖRE UND VERNICHTE“, gefolgt. Die entarteten Krebszellen sollten quasi mittels Holzhammermethode vernichtet werden. Wir wollen in dieser Arbeit ein neues Behandlungsprinzip für Krebs vorstellen, das wir „MODIFY AND REPAIR“, also „VERÄNDERE UND REPARIERE“, nennen wollen.

In der Schwangerschaft spielen Hormone eine Rolle, deren Anwendung in einer Pilotstudie sowohl die Überlebensrate von Krebspatienten steigerte als auch half, beschädigte Organe zu reparieren und die Wundheilung zu fördern. Die Konzentration dieser Hormone ist im zweiten und dritten Trimester der Schwangerschaft erhöht. Damit wird die Schwangere vor möglicherweise gefährlichen Zellen des ungeborenen Kindes geschützt. Ferner dienen diese Hormone dazu, die Gebärmutter zu stabilisieren und eine ausreichende Blutversorgung zu gewährleisten. Dadurch wird also eine „natürliche Krebstherapie“ durchgeführt. Unser Vorschlag lautet, diese Hormone auch in der Behandlung von Krebspatienten anzuwenden.

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Worin besteht der Unterschied zum derzeit üblichen Paradigma? Derzeit gilt in der Krebstherapie das Prinzip „DESTROY AND KILL“. Ein großer Nachteil dieser gängigen Chemotherapie besteht darin, dass sterbende Krebszellen IL-8 aussenden (Liang 2014). Durch IL-8 werden gesunde Stammzellen daran gehindert, gesunde, funktionale Zellen zu bilden und Membranen durchlässig zu machen (Liang 2014). In weiterer Folge wird eine „Einkapselung“ des Tumors durch gesundes Gewebe verhindert, und Metastasen können sich verbreiten (Rohr 2010). Das neue Paradigma „MODIFY AND REPAIR“ weist diesen Nachteil nicht auf.

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Im neuen Paradigma „MODIFY AND REPAIR“ stehen Substanzen im Vordergrund, die simultan a) starke Anti-Angiogenese-Eigenschaften haben, b) Membranen stabilisieren und c) neues, funktionales Gewebe bilden, also eine Zellreparatur durchführen. Die von uns getesteten Formulierungen erhöhen auf vorteilhafte Weise Estradiol und Androgen-Metabolite aus den Vorstufen, so dass eine klassische Arzneimittelapplikation (Drug Delivery) nicht notwendig ist. Der Körper synthetisiert die notwendigen Hormone selber, die im Krankheitszustand erniedrigt sind. Angefangen mit Einzelfällen an der Harvard Medical School (Klein 2006), über eine Pilotstudie in Deutschland (Rohr 2008), bis zu einer 4-jährigen Langzeitstudie und einer multizentrischen Studie an ca. 300 Patienten konnte das neue Konzept untersucht werden. In einer Pilot-Langzeitstudie wurde das Überleben von austherapierten Krebspatienten (Brust-, Ovar-, Prostata-Krebs-Patienten) verglichen. Wie man sehen kann, wurde die Überlebensrate signifikant verbessert.

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Die hier vorgestellte neue Methode, die Schwangerschaft zur Behandlung der Tumore zu benutzen, basiert auf den Erkenntnissen großer Ärzte wie des Berliners Rudolf Virchow und des Wieners Theodor Billroth und umgeht Nachteile heutiger Therapien. Wenn Virchow Recht hat, dass man eine Wundheilung braucht, um Krebs zu heilen, dann muss man auch Billroth berücksichtigen, der sagte, dass das Blut in Ordnung sein muss, um eine Wundheilung zu ermöglichen. Die von uns vorgeschlagene Methode der Krebstherapie bewirkt eine Reparatur des Organe, weil die Hormone der Schwangerschaft so orchestriert sind, dass sie eben nicht nur einzelne Phänomene behandeln, sondern eine Gesamtreparatur vornehmen, die den zellulären Stress reduziert und sogar eine Chemotherapie durchführt, welche aber weder Mutter noch Fetus gefährdet.