Dienstag, 8. November 2016

Vorschlag zur Verbesserung der Nolan Chart

In der Nolan Chart wird die klassische Links/Rechts-Einteilung des politischen Spektrums um eine zweite Achse erweitert, welche die gesellschaftspolitische Einstellung einer Entität veranschaulichen soll. Mein Vorschlag lautet: Eine Achse sollte anzeigen, ob die politischen Entscheidungen der Entität eher nach Aspekten dessen, was dem Staat nützt, getroffen werden, oder ob das Wohlergehen der Bevölkerung bzw. eines Teils der Bevölkerung im Vordergrund steht. Die andere Achse sollte angeben, inwieweit die Entität bereit ist, wirtschaftliche Ungleichheit zu akzeptieren.

Klassische Linksparteien sind nicht menschenfreundlich, sondern wirtschaftsfeindlich: Sie agieren im Interesse des Staates und wollen alle Bürger wirtschaftlich nivellieren, damit ja keine Einzelperson so viel Geld und damit Macht an sich reißen könnte, um der Partei gefährlich zu werden. Da persönliche Freiheit in der Regel auch wirtschaftliche Ungleichheit zur Folge hat, ist ein "Linksliberalismus", der wirtschaftsfeindlich ist, aber für die Freiheit der Individuum eintritt, ein Oxymoron. Umgekehrt kann aber eine Partei, die für einen starken Staat eintritt, wirtschaftliche Ungleichheit in Kauf nehmen. Ob das aus Sicht des Machterhalts klug ist, ist eine andere Frage.

Samstag, 5. November 2016

Über die Serie "Grundlagen der Medizin"

Zuletzt, als ich noch im österreichischen Hochintelligenzverein war, habe ich in der Vereinszeitschrift eine sechsteilige Serie "Grundlagen der Medizin" veröffentlicht. Das war sehr gut, denn dieses Wissen, das man im Studium erwirbt, ist so interessant, dass es erhalten bleiben sollte. Dieses Ziel kann man am besten erreichen, indem man populärwissenschaftliche Artikel verfasst.

Das alte Medizinstudium stellte eine sehr gute theoretische Ausbildung in den naturwissenschaftlichen Grundlagenfächern der Medizin (Physik, Biochemie, Genetik usw.) dar. Im neuen Studium wird viel mehr Wert auf Praxis gelegt, man lernt nur mehr das, was der Arzt im Alltag tatsächlich braucht. Das ist der Unterschied zwischen Bildung und einer Berufsausbildung. Im alten Studium wurde noch echte Bildung vermittelt. Bildung ist nicht ohne Wert; sie kann in vielen Lebenslagen helfen.