Samstag, 25. Februar 2017

Extension to Jungian personality types

I suggest these 32 personality types: SiT, TSi, SiF, FSi, SeT, TSe, SeF, FSe, STi, TiS, SFi, FiS, STe, TeS, SFe, FeS, NiT, TNi, NiF, FNi, NeT, TNe, NeF, FNe, NTi, TiN, SNi, FiN, NTe, TeN, NFe, FeN.

The dominant function is denoted by a capital letter followed by a lowercase letter: Si (introverted sensing), Se (extroverted sensing), Ti (introverted thinking), Te (extroverted thinking), Fi (introverted feeling), Fe (extroverted feeling), Ni (introverted intuition), Ne (extroverted intuition).

The auxiliary function is the other capital letter and it works in the opposite direction.

In those types that start with the dominant function, everything else should follow Jung's rules, while in the other types the tertiary and quaternary functions should be flipped.

So I would be NTi, for example - introverted thinking with intuition, followed by feeling and sensing in this very order.

Samstag, 18. Februar 2017

Das Selbstbewusstsein des (geistigen) Proletariats

Ich bin in einem elitären Milieu aufgewachsen und hatte in meiner Jugend fast ausschließlich mit Akademikern und Kindern von Akademikern, die wieder solche werden wollten/sollten, zu tun. Als ich dem österreichischen "Hochbegabtenverein" beitrat, war mir klar, dass ich dort auch mit Leuten zu tun haben würde, die weniger formale Bildung genossen haben. Ich war aber daran interessiert, auch solche Leute kennen zu lernen und zu erfahren, wie sie ticken. In meiner Naivität hielt ich kognitive Begabung für wichtiger als Status und glaubte, dass auch formal weniger Gebildete ähnliche Interessen wie ich bezüglich Philosophie und Wissenschaften hätten.

Was ich dann in den zwölf Jahren, in denen ich Mitglied dieses Vereins war, herausfand:

Die Nichtakademiker, die ich in diesem Verein kennengelernt habe, betrachten sich selbst keineswegs als Akademikern hierarchisch nachgeordnet, was auch ihr fehlendes Streben nach sozialem Aufstieg durch Erwerb von Bildung erklärt. Sie sind Akademikern gegenüber tendenziell feindlich gesinnt, sind gegenüber deren Lebensstil intolerant und möchten am liebsten die gesamte Gesellschaft nivellieren. Mehrere Male wurde ich im Laufe der Zeit von Vereins-Mitgliedern aufgefordert, mein Studium aufzugeben und endlich arbeiten zu gehen. Nach dem Abschluss meiner Studien wurde das Klima im Verein meiner Person gegenüber derart frostig, dass ich mich schließlich dazu entschied, den Verein zu verlassen. Ein Vereins-Mitglied ging sogar so weit, den Leiter der Forschungsgruppe, wo ich mitarbeitete, anzuschreiben und zu versuchen, gegen meine Person zu intrigieren.

Meine Konklusion ist also, dass Nichtakademiker, ungeachtet ihrer Intelligenz, einem anderen "Volksstamm" angehören als unsereiner und es unmöglich ist, dass beide auf gleicher Wellenlänge miteinander taktvoll kommunizieren. Man kann nur neben ihnen leben, nicht aber mit ihnen.

Freitag, 17. Februar 2017

Kritische Bemerkungen zum Kritischen Rationalismus

Mein Vater war ein Fan von Karl Popper. Ich war es auch. Inzwischen bin ich es nicht mehr, aus zwei Gründen.

Erstens: Karl Popper meinte, wissenschaftliche Aussagen müssten falsifizierbar sein. Damit beschränkt er die Eigenschaft einer Aussage, wissenschaftlich zu sein, auf Allaussagen. Existenzaussagen sind praktisch unmöglich zu falsifizieren, können höchstens verifiziert werden. Nach Popper wären Existenzaussagen keine wissenschaftlichen Aussagen. Das schränkt die Möglichkeiten, wissenschaftliche Aussagen zu machen, meiner Meinung nach zu stark ein.

Zweitens: Karl Popper forderte, dass man immer zuerst mit der unwahrscheinlichsten Hypothese anfangen und diese zu falsifizieren versuchen sollte. Welchen Erkenntnisgewinn bekommt man denn dadurch? Wenn eine Hypothese ohnehin unwahrscheinlich ist, bestätigt die Falsifikation dieser Hypothese nur das, was man ohnehin schon zu wissen glaubte. Außerdem nähert man sich dadurch der Wahrheit nicht an. Karl Poppers Methode bringt überhaupt keinen Erkenntnisgewinn. Zudem gibt es unendlich viele unwahrscheinliche Hypothesen. Man kann gar nicht alle unwahrscheinlichen Hypothesen falsifizieren. Sobald ich hundert unwahrscheinliche Hypothesen falsifiziert habe, sind mir hunderttausend weitere, ebenso unwahrscheinliche Hypothesen eingefallen.

Erkenntnis gewinne ich nur, wenn sich Hypothesen bestätigen. Diese Erkenntnis ist zwar nur vorläufig, weil sie keinen endgültigen Beweis darstellen, aber sie ist immerhin eine verwertbare Erkenntnis.

In der Realität hat sich Wissenschaft nicht so abgespielt, wie Popper das behauptet hat. Isaac Newton hat sein Gravitationsgesetz nicht durch die Methode der Falsifikation entdeckt. Er hat eine Beobachtung angestellt und sich überlegt, wie man diese Beobachtung mathematisch beschreiben könnte. Die Formel hat sich in zahlreichen Experimenten immer wieder bestätigt.